Alb: Dürer pinx.
Piloty del.
Albertus Durerus Noricus.
Die Lithographie gibt einen Ausschnitt von Dürers Selbstbildnis im Pelzrock wieder (vgl. München, Bayerische Staatsgemäldesammlung, Alte Pinakothek, Inv.-Nr. 537). Von 1811 bis 1816 fertigten Johann Nepomuk Strixner und Ferdinand Piloty, auf Veranlassung und unter Beteiligung Christian von Mannlichs, dem damaligen Zentralgaleriedirektor des Bayerischen Königshauses, lithographische Nachbildungen der königlichen Sammlungen an, die in 72 Lieferungen zu je 6 Blatt herausgegeben wurden (vgl. Dussler 1955, S. 136). Dürers Selbstbildnis kam erst 1805 von Nürnberg nach München, wo es Piloty schließlich kopierte.
Von der Kreidelithographie haben sich Abzüge mit und ohne gedruckte Rahmung erhalten, die darüber hinaus zusammen mit zwei verschiedenen Tonplatten gedruckt wurden. Diese weichen nur in geringem Maß voneinander ab und sind anhand nicht druckenden Partien, also der als Höhungen fungierenden Schraffuren, voneinander zu unterscheiden.