Transparent Gemälde von E.Förster.
Gezeichnet u. gestochen von P. Walther.
A. Dürer a Sterbebette seiner Mutter.
Festgemälde bei der 3ten Secularfeier des Todtestags A. Dürers am 8ten April 1828.
Nürnberg bei Riedel.
gedruckte Einfassungslinie
Die von Ernst Förster entworfene Szene der Barbara Dürer (geb. Holper) auf dem Sterbebett war Teil der sieben Transparentgemälde der Nürnberger Dürer-Feier 1828, die Schüler des Peter von Cornelius anlässlich der Säkularfeier zu Dürers 300. Todestag für den großen Rathaussaal in Nürnberg entworfen hatten. Johann Philipp Walther kopierte den Zyklus wohl im Folgejahr: vorbereitende Bleistiftzeichnungen sind 1829 datiert (vgl. Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg, Inv.-Nr. Norica 00730-00736). Die sechste Episode zeigt Dürer am Sterbebett seiner Mutter. Mit der rechten Hand macht die Todkranke eine segnende Geste in Richtung ihres Sohnes, der auf einem Hocker an das Bett herangerückt ist und betet. Hinter ihrer Ruhestätte stehen Agnes mit einer Arznei in der Hand sowie eine Magd, sich ein Tuch vor den Mund haltend. Eine Ansammlung von Arbeitsutensilien des Malers füllte den Raum im Hintergrund. Von den Radierungen, die in Nürnberg im Verlag von C. Riedel erschienen sind, haben sich auch kolorierte Folgen erhalten.
S. 52, Kat.-Nr. 19 f
S. 266, Kat.-Nr. 57 f