P. Walther del. im Nov. 1829. Nürnberg.
mit Feder gezogene Einfassungslinie
Die von Ferdinand Fellner entworfene Szene mit Dürer, der die Lehre bei Michael Wolgemut antritt, war Teil der sieben Transparentgemälde der Nürnberger Dürer-Feier 1828, die Schüler des Peter von Cornelius anlässlich der Säkularfeier zu Dürers 300. Todestag für den großen Rathaussaal in Nürnberg entworfen hatten. Von Johann Philipp Walther radierte Kopien der Szenen aus Dürers Leben erschienen mit erläuternden Bildunterschriften bei C. Riedel in Nürnberg. Wohl als Teil der Vorarbeiten entstanden sieben Zeichnungen Walthers, die über den Nürnberger Kaufmann und Kunstsammler Georg Michael Arnold in den Bestand der Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg gelangten. Die mit Bleistift und Feder gezeichneten Blätter weisen alle eine Quadrierung auf, wurden von Walther signiert und mit dem Jahr 1829 datiert.
Die erste Szene zeigt, wie der jugendliche Dürer vom Vater Albrecht Dürer dem Älteren zu Michael Wolgemut in die Werkstatt gebracht wird. Im Hintergrund sind zwei Malergesellen bei der Arbeit zu sehen, ein geöffnetes Fenster gibt den Blick auf die Nürnberger Burg frei.