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Componirt von Simon Wagner.
Lith. von Joh. Williard 1829.
Als ich anheims kommen war, handelt Hans Frey mit meinem Vater und gab mir
seine Tochter, mich Namen Jungfrau Agnes und gab mit zu ihr 200 Gulden
und hielt die Hochzeit im Jahr 1494.
gedr: in der Königl: Steindruckerei in Dresden.
gedruckte Einfassungslinien
Nach zeichnerischen Entwürfen Simon Wagners fertigte Johann Williard sieben Federlithographien, die verschiedene Stationen aus dem Leben Albrecht Dürers illustrieren. Mit einem Vorwort von Johann Gottlieb von Quandt erschien die Folge 1829 in Dresden. Die vierte Szene zeigt die Verlobung oder Vermählung Dürers mit Agnes Frey. Die beiden stehen sich gegenüber und reichen sich die jeweils rechte Hand. Dahinter hat Albrecht Dürer d. Ä. Aufstelllung bezogen, während dessen Frau Barbara (geb. Holper) rechts im Hintergrund über einer Bibel ins Gebet versunken ist. Links hinter Agnes stehen ihre Eltern Hans und Anna Frey (geb. Rummel). Eine Katze versteckt sich hinter dem Rock der Braut. Unterhalb des Bildfelds erläutert eine Inschrift die Darstellung, die auf Friedrich Campes 1828 veröffentlichten "Reliquien Albrecht Dürers" beruht (vgl. Campe 1828, S. 8). Als Quelle verwendete Campe unter anderem die Bamberger Abschrift der Familienchronik, die er bei der Beschreibung von Dürers Verlobung wortgetreu übernahm (vgl. Staatsbibliothek Bamberg, Sign. JH.Msc.Art.50, fol. 6r).
Die druckgraphische Folge der Lebensstationen Dürers entstand wohl als Reaktion auf die Transparente der Nürnberger Dürer-Feier von 1828, geschaffen von einer Gruppe Münchner Künstler um Peter von Cornelius, die sich ebenfalls auf Campes "Reliquien" bezogen hatten (vgl. Ausst.-Kat. Göttingen/ Rom 2025, S. 272). Wagner wählte zum Teil andere Geschehnisse aus Dürers Leben für seinen Zyklus aus – die Vermählung ist jedoch Inhalt beider Folgen.
S. 276, Kat.-Nr. 58 d