Dürers Hochzeit, 179620

Titel
Dürers Hochzeit
Vorschaubild
Inhaltliche Entstehung
Künstler*in
Rolle
Inventor
Datierung
1829
Ausführung
Rolle
Lithograph
Datierung
1829
Technik
Lithographie
Methode/ Material
Federlithographie
Publikation
Abschnittsangaben
Tafel 4
Bezeichnung
Anbringungsort
oberhalb rechts
Bezeichnungstyp
Nummerierung
Transkription

4.

Technik
gedruckt
Anbringungsort
unten rechts
Bezeichnungstyp
Monogramm
Transkription

SW

Technik
gedruckt
Anbringungsort
unterhalb links
Bezeichnungstyp
Bezeichnung
Transkription

Componirt von Simon Wagner.

Technik
gedruckt
Anbringungsort
unterhalb rechts
Bezeichnungstyp
Signatur
Jahreszahl
Transkription

Lith. von Joh. Williard 1829.

Technik
gedruckt
Anbringungsort
unterhalb mittig
Bezeichnungstyp
Inschrift
Transkription

Als ich anheims kommen war, handelt Hans Frey mit meinem Vater und gab mir
seine Tochter, mich Namen Jungfrau Agnes und gab mit zu ihr 200 Gulden
und hielt die Hochzeit im Jahr 1494.

Technik
gedruckt
Anbringungsort
unten mittig
Bezeichnungstyp
Adresse des Verlegers
Transkription

gedr: in der Königl: Steindruckerei in Dresden.

Technik
gedruckt
Rahmung
Beschreibung

gedruckte Einfassungslinien

Kommentar

Nach zeichnerischen Entwürfen Simon Wagners fertigte Johann Williard sieben Federlithographien, die verschiedene Stationen aus dem Leben Albrecht Dürers illustrieren. Mit einem Vorwort von Johann Gottlieb von Quandt erschien die Folge 1829 in Dresden. Die vierte Szene zeigt die Verlobung oder Vermählung Dürers mit Agnes Frey. Die beiden stehen sich gegenüber und reichen sich die jeweils rechte Hand. Dahinter hat Albrecht Dürer d. Ä. Aufstelllung bezogen, während dessen Frau Barbara (geb. Holper) rechts im Hintergrund über einer Bibel ins Gebet versunken ist. Links hinter Agnes stehen ihre Eltern Hans und Anna Frey (geb. Rummel). Eine Katze versteckt sich hinter dem Rock der Braut. Unterhalb des Bildfelds erläutert eine Inschrift die Darstellung, die auf Friedrich Campes 1828 veröffentlichten "Reliquien Albrecht Dürers" beruht (vgl. Campe 1828, S. 8). Als Quelle verwendete Campe unter anderem die Bamberger Abschrift der Familienchronik, die er bei der Beschreibung von Dürers Verlobung wortgetreu übernahm (vgl. Staatsbibliothek Bamberg, Sign. JH.Msc.Art.50, fol. 6r).
Die druckgraphische Folge der Lebensstationen Dürers entstand wohl als Reaktion auf die Transparente der Nürnberger Dürer-Feier von 1828, geschaffen von einer Gruppe Münchner Künstler um Peter von Cornelius, die sich ebenfalls auf Campes "Reliquien" bezogen hatten (vgl. Ausst.-Kat. Göttingen/ Rom 2025, S. 272). Wagner wählte zum Teil andere Geschehnisse aus Dürers Leben für seinen Zyklus aus – die Vermählung ist jedoch Inhalt beider Folgen.

Autor*in
Datum
02.09.2025
Referenzen
Kurztitel
Abschnittsangaben
Autor*in des Eintrages
Abschnittsangaben

S. 276, Kat.-Nr. 58 d

Autor*in des Eintrages
Bearbeitung
Erfassung
Datum
02.09.2025