ALBRECHT DÜRER.
Der Entwurf für das Medaillonbildnis Albrecht Dürers stammt vermutlich von Carl Alexander Heideloff anlässlich der Renovierung des Albrecht-Dürer-Hauses 1826 für den Albrecht Dürer Verein. Modell und Guss übernahm Jakob Daniel Burgschmiet. Der Porträttypus geht zurück auf Dürers Selbstbildnis von 1500 (vgl. München, Bayerische Staatsgemäldesammlung, Alte Pinakothek, Inv.-Nr. 537). Der in einen Pelzrock gekleidete Künstler erscheint frontal mit offen über die Schultern herabfallenden Locken und ohne Kopfbedeckung, flankiert von seinem Namenszug.
Die Modellierung des Bronzereliefs erfolgte im Auftrag des Nürnberger Stadtmagistrats und kostete 22 fl. Für Material und Guss kamen 89 fl. und 5 kr. hinzu (vgl. Kress von Kressenstein 1896, S. 52). Falls das Medaillon gleich nach Fertigstellung über dem Portal des Dürer-Hauses angebracht worden war, so muss es zwischenzeitlich nochmal abgenommen worden sein: bis März 1828 befand es sich in der Registratur des Bayerischen Staatsministerium des Innern in München, bevor es im Jubiläumsjahr vom Nürnberger Magistrat zurückgefordert und am 6. April 1828 über der Eingangstür aufgehangen wurde, wo es sich noch heute befindet (vgl. Ausst.-Kat. Nürnberg Dürerfeiern 1971, S. 56). Der das Medaillon umgebende Lorbeerkranz wurde 1928 anlässlich des 300. Todestags Dürers von Josef Pöhlmann ergänzt.
S. 56, Nr. 28