Titel
Hieronymus in der Zelle
Anmerkung
nach ALBERTINA online
Vorschaubild
Inhaltliche Entstehung
Art der Zuschreibung
zugeschrieben an
Künstler*in
Rolle
Inventor
Art der Zuschreibung
ehemals zugeschrieben an
Rolle
Inventor
Ausführung
Urheber*in
Rolle
Radierer
Technik
Radierung
Bezeichnung
Anbringungsort
unten links
Bezeichnungstyp
Signatur
Transkription

de brÿ sculp: et excud.

Technik
gedruckt
Anbringungsort
unten rechts
Bezeichnungstyp
Monogramm
Transkription

AD

Technik
gedruckt
Kommentar

Theodor de Bry kopierte seitenverkehrt eine heute in Wien befindliche Federzeichnung (Wien, Albertina, Inv.-Nr. 3198), ein wohl aufgrund der Motive (z.B. „Hieronymus im Gehäus“) ehemals Dürer zugeschriebenes Blatt (vgl. Heller Dürer 1827 I, S. 133, Nr. 1), das heute als Werk Ludwig Krugs gilt.
Der Kirchenvater sitzt in seine Lektüre vertieft an einem Pult. Im Gegensatz zu Dürers Kupferstich trägt er hier eine Haube und ist in den Vordergrund gerückt. Auf einem Treppenabsatz im Hintergrund des Studierzimmers begegnen Löwe und Kardinalshut als typische Attribute des Hieronymus. Daneben findet sich als freie Ergänzung ein Bett. Ebenso wie das steinerne Tonnengewölbe, welches statt der hölzernen Decke den Raum überfängt, erinnert es an Szenen aus Dürers Marienleben wie die „Verkündigung Mariä“ oder „Der Tod Mariens“. Insgesamt wirkt die Umsetzung gegenüber Dürers Vorlagen zurückhaltender und reduzierter. Das eher karge Studierzimmer wartet mit weit weniger motivischen Details auf als die gegenstandsreiche Kammer des sogenannten Meisterstichs von 1514.
Im Unterschied zu der zu Grunde liegenden Zeichnung verweist die Radierung durch das AD-Monogramm unten rechts auf das Vorbild Dürer, während die Signatur unten links de Bry als Ausführenden identifiziert.

Autor*in
Datum
17.04.2023
Referenzen
Kurztitel
Abschnittsangaben
Autor*in des Eintrages
Abschnittsangaben
Autor*in des Eintrages
Bearbeitung
Erfassung
Datum
17.04.2023