Albrecht Dürer's Tod.
Jos. Sauterleute. pinx.
1830.
Franz Joseph Sauterleute fertigte die Scheibe als Teil eines Zyklus mit sieben Szenen aus dem Leben Dürers nach den Transparenten der Nürnberger Dürer-Feier 1828, die Schüler des Peter von Cornelius anlässlich der Säkularfeier zu Dürers 300. Todestag für den großen Rathaussaal in Nürnberg entworfen hatten. Das letzte Glasgemälde der Reihe gibt Carl Heinrich Hermanns Darstellung von Dürer auf dem Totenbett wieder. Der verstorbene Künstler liegt aufgebahrt in einem Sarg, der auf einem Tisch stehend frontal zum Betrachter in die Tiefe des Bildraums fluchtet. Der Tote ist in ein weißes Gewand gekleidet, der lorbeerbekränzte Kopf ruht auf einem Kissen. Um den Sarg herum sind Kerzenleuchter und Blumen aufgestellt. Drei Nonnen bringen links Blumen herbei, während rechts drei Männer dem Verstorbenen huldigen, denen Hermann die Gesichtszüge von Bertel Thorvaldsen, Christian Daniel Rauch und Friedrich Overbeck gegeben hat. Hinterfangen wird die Szene von einem Spitzbogen, der den Blick auf den Nachthimmel freigibt. Sauterleute signierte und datierte seine Kopie des Tranparents oben rechts auf einem der Mauersteine im Hintergrund.