Hans Sebald Beham fertigte um 1528 einen Holzschnitt, in dem er unter anderem freie Teilkopien nach Dürers bereits ab 1502 entworfenen und erstmals 1511 verlegten "Marienleben" in die Form eines Altars integrierte. Das Tympanon zeigt Gottvater, Maria und den heiligen Geist umgeben von zahlreichen Verehrer*innen. Im Hauptteil sind Szenen aus dem Leben Mariens, wie die Geburt, die Heirat, die Verkündigung, aber auch andere, wie die Beweinung Christi.
Behams Altaransicht mit lateinischer Inschrift im Tympanon diente als Buchillustration, was Abzüge mit bedruckten Rückseiten belegen (vgl. auch Dungersheim 1531, Ex. Staatsbibliothek Bamberg, Sig. 22 H 14#11a.11-16). Ohne die Inschrift, aber dafür mit Predella, die Szenen rund um die Geburt Christi zeigt, findet sich ein Abzug in Gotha (vgl. Friedenstein Stiftung Gotha, Inv.-Nr. 45,68). Auf dessen Rückseite ist flächig ein Abzug des Holzschnitts "Der Heilige Arnulf" geklebt. Hierbei handelt es sich um eine Kopie nach einer Figur aus Dürers Großprojekt "»Ehrenpforte« Kaiser Maximilians I." aus dem Jahr 1515. In dem überdimensionalen Prunkholzschnitt findet sich der von Wolf Traut oder Hans Springinklee nach Dürers Entwurf in Holz geschnittene Bischof unter den Herrschern im äußeren Freisäulenpaar. Der Kopist isolierte den Heiligen im Bischofsgewand und stellte ihn auf eine schlicht durch Schraffuren angedeutete Standfläche.