Die weder datierte noch eigenhändige monogrammierte Federzeichnung "Der heilige Hieronymus" konnte 1910 für die Berliner Sammlung erworben werden.
Der Künstler gewährt den Betrachter:innen Einblick in eine fensterlose Kammer, in der Hieronymus mit nachdenklich zum Mund geführter Hand an einem Schreibpult sitzt. Auf diesem liegt - neben Schreibutensilien - ein Totenschädel und steht ein Kruzifix. Auf der Bank neben ihm sind Bücher und auf einer an die Wand angebrachten Ablagefläche, in einer Nische sowie an einem Nagel stehen, liegen und hängen allerlei Alltags-, Gebetsutensilien und weitere Bücher.
Die Zeichnung fand vergleichweise wenig Aufmerksamkeit in der Forschung.
S. 81, Nr. 516
S. 2006, 1521/5