Originalrahmen nicht erhalten
Bildträger allseitig beschnitten, erhebliche Retuschen in der linken Hälfte des Hintergrundes, die bis über den Kopf der Lukretia reichen, in der Bodenpartie insbesondere entlang der unteren Bildkante, zahlreiche kleinere Retuschen im Inkarnat und im roten Bettüberwurf, starke farbliche Veränderungen und Krepierungen in den grünen und blauen Partien des Hintergrundes, Originalfirnis nicht erhalten (vgl. Best.-Kat. Dürer München 1998, S. 443)
Reversierung
Eine aufgeleimte Querleiste an der Unterkante des Bildträgers, die einen Sprung verursachte, wurde entfernt.
Reinigung und konservatorische Maßnahmen
Das Bild wurde leicht gereinigt, Blasen wurden niedergelegt und es wurde regeneriert.
konservatorische Maßnahmen und Retusche
Blasen wurden gefestigt, dunkle Retuschen wurden entfernt, anschließend gekittet und abermals retuschiert. Außerdem wurde ein Teilfirnis aufgetragen.
röntgenologische Untersuchung
In Vorbereitung auf die röntgenologischen Untersuchungen wurde der Rückseitenanstrich stellenweise entfernt.
Analyse der verwendeten Farben
Die Analyse ergab, dass als Füllstoff Kreide zum Einsatz kam. Die Malschicht betreffend konnte die Verwendung von Bleiweiß, Bleizinngelb, rotem Farblack, Zinnober, Grünspan, natürliches Ultramarin, Azurit, Pflanzenschwarz sowie Beinschwarz nachgewiesen werden. Die Rückseite überziehen zwei zeitversetzt aufgetragene Anstriche in Rot.
Bestimmung der Holzart des Bildträgers
Die Untersuchung ergab Lindenholz als Bildträger.
röntgenologische Untersuchung und digitale Infrarotreflektografie
Die Aufnahmen wurden im Rahmen der kunsttechnologischen Untersuchungen der Münchner Dürer-Gemälde angefertigt.
die das Hüfttuch nach oben verbreiternde, in etwas dunklerem und wärmeren Ton gehaltene Stoffbahn ist späteren Datums, Blutspritzer am Dolcheinstich übermalt