Die weder datierte noch monogrammierte Federzeichnung, die zwei physiognomische Studien zeigt, wird spätestens seit dem 19. Jahrhundert in der Dürer-Literatur besprochen.
Der Künstler zeichnete die Männer als Brustbilder im linken Profil mit charakteristischen Besonderheiten in ihren Zügen. Das vergleichende Nebeneinander der Physiognomien funktioniert vor allem, weil er sie in die Tiefe des Blattes hintereinander staffelte.
Tietzes lehnten die Urheberschaft Dürers ab (vgl. Tietzes 1938 II, A 291) und auch im Nachgang wurde sie immer wieder zur Diskussion gestellt (z.B. Strauss 1974 IV, S. 2092, 1521/54).
S. 27, Nr. 890
A 291
S. 115, Nr. 1139
S. 2092, 1521/54