Albrecht Dürrer. geb. d. 20. Mai. 1471. gest. d. 6. Aprill. 1528.
STEINBÖCK
ALBRECHT
DÜRER
FEST D. 20. MAI
Das Abzeichen entstand für das Frühlingsfest des Vereins junger Künstler und Akademiker in Wien 1857. Die Feier fand jährlich am 20. Mai statt, den einige Abschriften von Dürers Familienchronik als dessen Geburtstag bennenen (vgl. etwa Staatsbibliothek Bamberg, JH.Msc.Art.50, fol. 8v) und der als solcher auch in der älteren kunsthistorischen Literatur auftaucht. Als Künstlerpersönlichkeit spielte Dürer in der Geschichte der Wiener Vereins – ebenso wie in einigen anderen Kunstvereinen des 19. Jahrhunderts – eine entscheidende Rolle, sodass die Gesellschaft ab 1866 unter dem Namen Albrecht-Dürer-Verein firmierte (vgl. Mende 1983, S. 307).
Das kleine Schmuckstück zeigt mittig ein Porträt des Nürnbergers in Medaillenform. Er erscheint im Profil nach links mit Vollbart und offenem Haar. Eine Umschrift gibt seine Lebensdaten wieder. Flankiert wird das Bildnis von Maiglöckchen links und Eichenlaub rechts, dessen Zweige sich oben mittig zu einer Öse formen, von der die Medaille wiederum an einem Band herabhängt. Unten ist verschiedenes Malerwerkzeug aufgereiht, begleitet von einem Maikäfer, der als wiederkehrendes Frühlingsmotiv auch auf weiteren Festabzeichen des Vereins begegnet (vgl. etwa Anhänger zum Frühlingsfest des Vereins junger Künstler und Akademiker in Wien 1853). Ein Schriftband mit Anlass und Datum der Zusammenkunft windet sich um die einzelnen Bildelemente.