Von der aquarellierten Federzeichnung, die "Albrecht Graf von Habsburg" vorstellt, berichtete Hubert Stierling 1920, dass sie einige Jahre zuvor im Londoner Kunsthandel für das Berliner Kupferstichkabinett erworben werden konnte. Sie sei Teil eines Sammelbandes gewesen, in das Jost Amman Porträts von "Bayerischen Fürsten" eingeklebt hatte (vgl. Stierling 1920, S. 215). Forschende stellten den Zusammenhang zu einer Bronzestatue am Grabmal Kaiser Maximilians I., das dessen Enkel Ferdinand I. posthum als Kenotaph in der Hofkirche in Innbruck errichten ließ (vgl. Abb. in Günther 2002, S. 99), und zu einer weiteren Zeichnung aus dem Bestand der Walker Art Gallery in Liverpool her (vgl. WAG 5099).
Während Eduard Flechsig die schlecht erhaltene Berliner Zeichnung noch als Reinzeichnung nach der gemeinhin als Arbeit Dürers anerkannten aus dem Bestand in Liverpool beschrieb (vgl. Flechsig II, S. 464), lehnten verschiedene andere Autoren die Urheberschaft Dürers ab (z.B. Tietzes 1937 II, W 83, Strauss 1975 VI, S. 3072, XW.677) und attestieren eine Nähe zu Hans Burgkmair d.Ä..
Eine Kopie nach der Berliner Federzeichnung ist seit 1928 im Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig (vgl. Inv.-Nr. Z WB V 78).
S. 16, Nr. 816
S. 158, W 83
S. 145, Nr. 1547
S. 3072, XW.677