Der "Entwurf zu einer Hoftracht (Rückenansicht)" zeigt einen Mann in einem Mantel mit goldgelber Borte. An dem en détail gestalteten Kleidungsstück erkannten Forschende Seidensamt und Seidendamaste, golddurchwirkte Besatzstreifen und Quasten (vgl. ALBERTINA online). Aufgrund dieser vor Augen geführten Wertigkeit wurde die Zeichnung traditionell als Trachtenstudie mit Nähe zum Adel besprochen (z.B. Thausing 1884 II, S. 127), z.B. als "Kleidung eines Dieners am Hofe eines österreichischen Erzherzogs" (Heller Dürer 1827 I, S. 116, Nr. 125, Nr. 126 "vom Rücken zu sehen"). Später erkannten Forschende, dass es bei dem dargestellten Gewand im "Entwurf zu einer Hoftracht (Seitenansicht)" (Wien, Albertina, Inv.-Nr. 3148), im "Entwurf zu einer Hoftracht" (Vorderansicht) sowie der kehrseitigen Zeichnung (Wien, Albertina, Inv.-Nr. 3147r, 3147v) um ein und dasselbe Kleidungsstück handelt.
Jutta Zander-Seidel stellte die Einschätzung, es könne sich tatsächlich um das Gewand für einen Hofbediensteten handeln, aufgrund der dargestellten Materialqualität deutlich in Frage (vgl. Ausst.-Kat. Wien 2012, S. 306, Kat.-Nr. 86).
S. 21, Nr. 543
S. 20, Nr. 121
S. 126, Nr. 689
S. 126, Nr. 1289
S. 330, Nr. 100
S. 1664, 1517/13