HILFDGTGHE LVC K BERAT
Die Federzeichnung "Glücksrad, Buchzeichen des Melchior Pfinzing" konnte 1835 von Carl Ferdinand Friedrich von Nagler für die Berliner Sammlung erworben werden.
An der höchsten Stelle des Glücksrades sitzt die Göttin Fortuna mit Krone und Zepter. Sie ist diejenige, die Entscheidungen über das Schicksal trifft, also über den Aufstieg oder Niedergang der Menschen. An das Rad klammern sich vier Männer, die jeweils ein Werkzeug in der Hand halten. Nach oben eingefasst wird das Rad von einem Spruchband, dessen nicht ohne Weiteres verständlicher Inhalt verschiedentlich interepretiert wurde. So meinten Samuel Muller und Jan Veth es handele sich um einen niederländischen Spruch, der - "wenn man vier Buchstaben ändert" - heißt: "Help dy ’t gheluck te rat", also zu Deutsch "Helf dir das Glück zu Rad" (vgl. Veth/ Muller 1918 I, S. 34).
Auf der Rückseite soll geschrieben stehen "Albrecht Durer hot dies in Melchior Pfinzing Buch gemohlt." (Best.-Kat. Berlin 1921 I, S. 28) Es wird traditionell als Buchzeichen oder Exlibris für den Genannten interpretiert.
A 250
S. 1376, 1513/27