Es war der Bamberger Sammler Joseph Heller, der die Zeichnung in die Dürer-Forschung einführte (vgl. Heller Dürer 1827 I, S. 97, Nr. 8). Die mit Wasserfarben ausgetuschte Federzeichnung eines "Entwurfs für einen Leuchter in Gestalt eines bogenspannenden Cupido mit Flügeln aus Damwildschaufeln" ist heute Teil eines Klebebandes, der in die Kalbslederbindung eingeprägt den goldenen Schriftzug "KVNSTBVCH Albrecht durers von Nürmberg" trägt (Kunstbuch Albrecht Dürers, KHM, Kunstkammer, 5127). Er enthält 230 Kunstblätter, zusammengesetzt aus 82 Tiefdrucken und 134 Holzschnitten Dürers, exkl. einer Kopie, sowie 13 Zeichnungen, von denen wiederum etwa acht von Dürer selbst stammen sollen, darunter der "Cupido-Leuchter".
Bereits Charles Ephrussi schied die Zeichnung 1882 aus dem Gesamtwerk Dürers aus (vgl. Ephrussi 1882, S. 204). Mit Ausnahme von Moritz Thausing, Friedrich Lippmann und Eduard Flechsig (vgl. Strauss 1974 II, S. 1799; Lippmann 1896 IV, S. 26, Nr. 112; Flechsig II, S. 349) ordneten Forschende das Blatt eher einem Zeichner aus Dürers Umkreis zu, denn ihm selbst.
S. 146, A 435
S. 147, Nr. 1564