Friedrich Winkler beschrieb den Wappenentwurf, der seit 1987 im Museum Boijmans van Beuningen in Rotterdam aufbewahrt wird, erstmals im Jahr 1929 für die Dürer-Forschung (vgl. Lippmann/ Winkler 1929 VII, S. 13, Nr. 804). Das Vollwappen ist mit der Feder in Schwarz gestaltet, wobei es - durch den leeren Wappenschild - keiner konkreten Person oder Familie zugeordnet werden kann. Zwei Putten fungieren als Wappenhalter und präsentieren darüber den bekrönten Spangenhelm mit Helmdecke aus Akanthuslaub und Löwen als Helmzier. Im Vordergrund am Boden tollen zwei weitere geflügelte Knaben.
Winklers Zuschreibung der Federzeichnung, die oben mittig nachträglich von fremder Hand mit dem Monogramm Dürers versehen worden ist, wurde umgehend widersprochen. Die Zeichnung gilt gemeinhin nicht mehr als eigenhändig (vgl. Elen 1989, S. 15, N. 160).
S. 13, Nr. 804
A 314
S. 143, Nr. 1520
S. 3074, XW.707
S. 15, Nr. 160