Marter der zehntausend Christen, https://d-nb.info/gnd/4668252-1

Titel
Marter der zehntausend Christen
Abschnittsangaben
S. 216, Nr. 105
Vorschaubild
Auftrag
Datierung
1507
Kontext

für die Schlosskirche in Wittenberg

Inhaltliche Entstehung
Rolle
Inventor
Datierung
1507
Ausführung
Rolle
Maler
Datierung
1507-1508
Technik
Malerei
Methode/ Material
im frühen 19. Jahrhundert von Holz auf Leinwand übertragen
Bezeichnung
Anbringungsort
mittig auf dem Schriftzettel in Dürers Hand
Bezeichnungstyp
Inschrift
Monogramm
Transkription

Iste fatiebat ano domini 1508 alberto Dürer aleman
AD

Technik
handschriftlich
Kommentar

Dürer erhält 1507 von Kurfürst Friedrich III. den Auftrag, für die Schlosskirche seiner Residenzstadt Wittenberg ein Tafelbild mit der Legende der Marter der zehntausend Christen anzufertigen. Das Bildthema korrespondiert dabei mit den Reliquien der abgebildeten Soldaten, die der Kurfürst in seiner Schlosskirche zusammentrug.
Bei kaum einem Dürer-Gemälde ist der Entstehungsprozess derart gut dokumentiert. So schreibt Dürer am 28.08.1507 an den Frankfurter Kaufmann Jakob Heller, dass sich seine Arbeit an dem Gemälde für den Kurfürsten aufgrund einer Fiebererkrankung um mehrere Wochen verzögert hat und erst zur Hälfte fertiggestellt sei (Rupprich 1956, S. 64, Nr. 12). In seinem nächsten Brief an Heller vom 19.03.1508 berichtet Dürer, dass er das Gemälde in 14 Tagen fertigstellen werde und klagt über die schlechte Bezahlung von nur 280 Gulden (Rupprich 1965, S. 65, Nr. 13).
Neben der Fülle an Bildpersonal der bewegten Bilderzählung sticht in der Bildmitte ein Personenpaar heraus. Während rechts klar das Selbstbild Dürers zu erkennen ist, der eine Fahne samt Inschrift trägt, wurde die Identität der linken Person in der Literatur vielfach diskutiert. Es handelt sich um Dürers Freund, den Humanisten Konrad Celtis, der im Malprozess am 04.02.1508 verstirbt und dem Dürer so wohl gedenken wollte (vgl. u.a. Anzelewsky 1991, S. 220; Ausst.-Kat. Wien 1994, S. 72).
Dürer griff das Bildthema bereits 1496 in seinem großformatigen Holzschnitt der „Marter der zehntausend Christen“ auf, der dem Gemälde in Bildausschnitt und Komposition ähnelt. Als Vorlage für das Gemälde soll eine Vorzeichnung Dürers gedient haben, die sich in der Albertina in Wien nur noch in Kopie erhalten hat (Wien, Albertina, Inv.-Nr. 3108r; vgl. Ausst.-Kat. Wien 1994, S. 70; Wolf 2010, S. 261; Ausst.-Kat. Wien 2019, S. 294).
Außerdem existiert in Wien eine deckungsgleiche Gemäldekopie von Johann Christian Ruprecht von 1653 (Wien, Kunsthistorisches Museum, Gemäldegalerie, Inv.-Nr. 841) und eine Kopie eines unbekannten Malers in München (München, Alte Pinakothek, Inv.-Nr. 3070).

Autor*in
Datum
11.07.2025
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S. 41, Nr. 353

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S. 200

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S. 44, Nr. 131

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S. 58

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S. 296

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S. 168

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S. 132

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S. 261, Nr. K35

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S. 419

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Normdatei
Normdatei
Name
GND
Weitere Namen
Gemeinsame Normdatei
Titel (GND)
Marter der Zehntausend (Kunsthistorisches Museum Wien)
Weitere Titel (GND)
Die Marter der zehntausend Christen (Kunsthistorisches Museum Wien)
Marter der 10000 Christen (Kunsthistorisches Museum Wien)
Bearbeitung
Erfassung
Datum
11.07.2025