Die als "Entwurf zu einer Wandmalerei" interpretierte Federzeichnung ist seit 1902 im Bestand des Berliner Kupferstichkabinetts. Das zum Querformat beschnittene Blatt zeigt von Säulen getragene Pavillons, die durch einen Bogen aus Rankenwerk miteinander verbunden sind. Während unter dem linken drei nackte Figuren - ein Mann, eine Frau und ein Baby - einander zugewandt sind, lugt zwischen den Säulen der rechten Architektur ein Narr, erkennbar an Kappe und Stab, zu ihnen hinüber.
Die Bedeutung des Bildmotivs gibt seit jeher Rätsel auf. Zudem wird die weder mit Datierung noch Monogramm versehene Zeichnung nicht grundlegend Dürer zugeschrieben. Tietzes rückten sie beispielsweise eher in die Nähe von Georg Pencz (vgl. Tietzes 1938 II, S. 98, A 255).
S. 97, A 253
S. 146, Nr. 1552
S. 990, 1506/57