Franz Joseph Sauterleute fertigte den Zyklus mit sieben Szenen aus dem Leben Dürers 1829 und 1830 nach den Transparenten der Nürnberger Dürer-Feier 1828, die Schüler des Peter von Cornelius anlässlich der Säkularfeier zu Dürers 300. Todestag für den großen Rathaussaal in Nürnberg entworfen hatten. Sauterleute könnte die großformatigen Werke direkt kopiert oder aber kolorierte Nachstiche von Johann Philipp Walther als Vorlage verwendet haben. Matthias Mende zufolge dürfte der Scheibenzyklus von dem Nürnberger Handelsgerichtsassesor Johann Jacob Hertel in Auftrag gegeben worden sein (vgl. Mende 1969, S. 196; vgl. Kat. Hertel 1841, S. 33, Kat.-Nrn. 53-59). Nach dessen Tod gingen die Glasgemälde in den Besitz der Stadt Nürnberg über. Die heutige Rahmung zusammen mit einer dem gleichen Kontext entstammenden Bildnisscheibe Dürers und einer weiteren mit der Hl. Magdalena (Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg, Inv.-Nrn. Gg 0221 und Gg 0222 [Dauerleihgabe im GNM mit der alternativen Inv.-Nr. MM649]) geht wohl auf eine Restaurierung durch Georg N. Hebler 1876 zurück (vgl. Mende 1969, S. 208, Anm. 130).
S. 20, Kat.-Nr. 182
S. 153, Kat.-Nr. 26
S. 272, Kat.-Nr. 194
S. 53, Kat.-Nr. 21