Albrecht Dürer rettet das Schiff im Sturm.
Franz Joseph Sauterleute fertigte die Scheibe als Teil eines Zyklus mit sieben Szenen aus dem Leben Dürers nach den Transparenten der Nürnberger Dürer-Feier 1828, die Schüler des Peter von Cornelius anlässlich der Säkularfeier zu Dürers 300. Todestag für den großen Rathaussaal in Nürnberg entworfen hatten. Das fünfte Glasgemälde der Reihe gibt Ferdinand Fellners Darstellung des Seesturms auf der Schelde wieder, den Dürer während seiner Reise in den Niederlanden erlebte (vgl. etwa Abschrift in der Staatsbibliothek Bamberg, JH.Msc.Art.1#1, S. 33). Dürer steht in der Mitte des kleinen Segelboots, sich mit dem linken Arm am Mast festhaltend, während er mit der Rechten auffordern den Hemdärmel des Schiffsmanns neben ihm ergreift. Ebenfalls den Mast umklammert Jörg Kötzler, um göttlichen Beistand betend. Zwei alte Frauen im Vordergrund raffen sich die im Wind flatternden Tücher um den Körper, während am hinteren Ende des Bootes der Schiffsjungen nach Hilfe ruft. Im Hintergrund zeichnet sich die Stadt Arnemuiden ab sowie der sturmverhangene Himmel, der von einem Blitz erhellt wird. Das Glasgemälde blieb als einziges des Zyklus unsigniert und undatiert.