Lot flieht mit seiner Familie aus Sodom, https://d-nb.info/gnd/1184493855

Titel
Lot flieht mit seiner Familie aus Sodom
Abschnittsangaben
S. 142, Nr. 44
Vorschaubild
Auftrag
Datierung
nach 1491
Inhaltliche Entstehung
Rolle
Inventor
Datierung
um 1496/ 1499
Ausführung
Rolle
Maler
Datierung
um 1496/ 1499
Technik
Malerei
Methode/ Material
auf Holz
Kommentar

Das Gemälde bildet die rückseitige Darstellung zur „Maria mit dem Kind am Fenster“ (vgl. Washington, NGA, Inv.-Nr. 1952.2.16.a). Dürer gibt in diesem Gemälde in einer weit gefassten Landschaft die alttestamentarische Szene der Flucht Lots mit seinen Töchtern aus Sodom wieder (Gen 19, 24–29). Im Vordergrund sieht man Lot mit seinen beiden Töchtern, die Hab und Gut aus der bereits weit in den Hintergrund getretenen und lichterloh brennenden Stadt bringen. Lots zur Salzsäule erstarrte Frau ist im Hintergrund vor der Felsformation zu erkennen.
Als Werk Dürers führte erst Max Friedländer 1934 die Tafel in die kunsthistorische Forschung ein. Zuvor blieb sie trotz Beschreibung der Darstellung bei Christoph Gottlieb von Murr als Bild "von einem unbekannten sehr alten Meister" im Praunschen Kabinett unbekannt (vgl. Murr 1778, S. 476, Nr. 239). Erst 1932 tauchte sie in Privatbesitz auf und wurde im selben Jahr auf einer Auktion bei Christies (London) versteigert (vgl. Best.-Kat. Washington 1993; Ausst.-Kat. Wien 2003, S. 178).
Die undatierte Tafel wurde nach 1491 vom Nürnberger Patrizier Wolf III. Haller von Hallerstein in Auftrag gegeben, der in diesem Jahr Ursula Koberger heiratete. Das Familienwappen Hallers und die Hausmarke Kobergers sind auf der Vorderseite der Tafel am unteren Bildrand auf der Brüstung angebracht. Das Monogramm auf dem Stein oberhalb des Wegrandes ist nach neuesten technologischen Untersuchungen nicht original und wurde von späterer Hand hinzugefügt (vgl. Delaney et al. 2013, S. 1036).
Die Darstellung und ihr Bezug zur vorderseitigen Malerei gibt der Forschung bis heute Rätsel auf. So lässt sich kein eindeutiger ikonografischer Zusammenhang zum Andachtsbild der Maria mit dem Kind am Fenster feststellen. Laut Fedja Anzelewsky handelt es sich bei Dürers Darstellung der alttestamentarischen Szene um die erste Darstellung der Geschichte in der Tafelmalerei überhaupt (vgl. Anzelwsky 1991 I, S. 143). Die Wahl des Bildthemas könnte auf den Wunsch des Auftraggebers zurückzuführen sein (vgl. Grosse 2012, S. 335). Zudem unterscheidet sich auch die Malweise deutlich von der Feinmalerei der Vorderseite. Dürer hat die Szene auf der Rückseite eher summarisch und skizzenhaft auf die ungrundierte Tafel aufgetragen (vgl. Best.-Kat. Washington 1993, S. 54; Ausst.-Kat. Wien 2003, S. 178; Große 2012, S. 334).

Autor*in
Datum
05.11.2025
Referenzen
Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 476, Nr. 239

Autor*in des Eintrages
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Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 10, Nr. 25

Autor*in des Eintrages
Kurztitel
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S. 77

Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 49

Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 19

Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 95, Nr. 50b

Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 43

Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 72

Autor*in des Eintrages
Anmerkung
argumentiert gegen die Eigenhändigkeit Dürers d.J.
Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 260

Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 68

Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 316, Nr. 415

Autor*in des Eintrages
Abschnittsangaben

S. 51

Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 238, K14

Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Autor*in des Eintrages
Normdatei
Normdatei
Name
GND
Weitere Namen
Gemeinsame Normdatei
Titel (GND)
Loths Flucht aus Sodom
Weitere Titel (GND)
Loth flieht mit seiner Familie aus Sodom
Bearbeitung
Erfassung
Datum
05.11.2025