P. Walther del Nbg 1829.
mit Feder gezogene Einfassungslinie
Die von Adam Eberle entworfene Szene der Verklärung Dürers und Raffaels war Teil der sieben Transparentgemälde der Nürnberger Dürer-Feier 1828, die Schüler des Peter von Cornelius anlässlich der Säkularfeier zu Dürers 300. Todestag für den großen Rathaussaal in Nürnberg entworfen hatten. Von Johann Philipp Walther radierte Kopien der Szenen aus Dürers Leben erschienen mit erläuternden Bildunterschriften bei C. Riedel in Nürnberg. Wohl als Teil der Vorarbeiten entstanden sieben Zeichnungen Walthers, die über den Nürnberger Kaufmann und Kunstsammler Georg Michael Arnold in den Bestand der Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg gelangten. Die mit Bleistift und Feder gezeichneten Blätter weisen alle eine Quadrierung auf, wurden von Walther signiert und mit dem Jahr 1829 datiert.
Die vierte Episode zeigt Dürer und Raffael vor dem Thron der personifizierten Kunst. Die Idee zur Verklärungsszene, die bei der Präsentation im Rathaus als Mittelbild Verwendung fand, stammt von Peter von Cornelius selbst. Vor dem thronenden Genius stehen sich links Raffael und rechts Dürer gegenüber und reichen sich die Hände, während sie die jeweils linke feierlich vor die Brust halten. Links hinter dem Italiener haben die Päpste Julius II. und Leo X. sowie die Künstler Bramante und Perugino Aufstellung bezogen, dahinter die Umrisse der Stadt Rom. Analog dazu wird Dürer begleitet von Kaiser Maximilian I., Martin Luther, Willibald Pirckheimer und Michael Wolgemut, im Hintergrund Nürnberg.