Dürer bei Michael Wolgemut, 179416

Titel
Dürer bei Michael Wolgemut
Vorschaubild
Inhaltliche Entstehung
Künstler*in
Rolle
Inventor
Datierung
1829
Ausführung
Rolle
Lithograph
Datierung
1829
Technik
Lithographie
Methode/ Material
Federlithographie
Publikation
Abschnittsangaben
Tafel 2
Bezeichnung
Anbringungsort
oberhalb rechts
Bezeichnungstyp
Nummerierung
Transkription

2.

Technik
gedruckt
Anbringungsort
mittig links auf der Tafel
Bezeichnungstyp
Monogramm
Transkription

SW

Technik
gedruckt
Anbringungsort
unterhalb links
Bezeichnungstyp
Bezeichnung
Transkription

Componirt von Simon Wagner.

Technik
gedruckt
Anbringungsort
unterhalb rechts
Bezeichnungstyp
Signatur
Transkription

Lith: von Joh: Williard.

Technik
gedruckt
Anbringungsort
unterhalb mittig
Bezeichnungstyp
Inschrift
Transkription

Da man zählt nach Christi Geburt 1486 am S. Andreas Tag, versprach mich mein
Vater in die Lehr=Jahr zu Michael Wohlgemuth, drei Jahr lang, ihm zu dienen.

Technik
gedruckt
Quelle
nach Campe 1828, S. 7
Anbringungsort
unten mittig
Bezeichnungstyp
Adresse des Verlegers
Transkription

Gedr: in der Köngl: Steindruckerei in Dresden

Technik
gedruckt
Rahmung
Beschreibung

gedruckte Einfassungslinien

Kommentar

Nach zeichnerischen Entwürfen Simon Wagners fertigte Johann Williard sieben Federlithographien, die verschiedene Stationen aus dem Leben Albrecht Dürers illustrieren. Mit einem Vorwort von Johann Gottlieb von Quandt erschien die Folge 1829 in Dresden. Die zweite Szene zeigt Dürer, wie er vom Vater Albrecht d. Ä. zur Lehre in die Werkstatt Michael Wolgemuts gebracht wird. Mit Pinsel, Palette und Malstock steht dieser vor einer Staffelei und wendet sich begrüßend dem Knaben in Begleitung seines Vaters zu. Unterhalb des Bildfelds erläutert eine Inschrift die Darstellung, die auf Friedrich Campes 1828 veröffentlichten "Reliquien Albrecht Dürers" beruht (vgl. Campe 1828, S. 7). Als Quelle verwendete Campe unter anderem die Bamberger Abschrift der Familienchronik, die er bei der Beschreibung von Dürers Lehreintritt bei Wolgemut wortgetreu übernahm (vgl. Staatsbibliothek Bamberg, Sign. JH.Msc.Art.50, fol. 5v).
Die druckgraphische Folge der Lebensstationen Dürers entstand wohl als Reaktion auf die Transparente der Nürnberger Dürer-Feier von 1828, geschaffen von einer Gruppe Münchner Künstler um Peter von Cornelius, die sich ebenfalls auf Campes "Reliquien" bezogen hatten (vgl. Ausst.-Kat. Göttingen/ Rom 2025, S. 272). Wagner wählte zum Teil andere Geschehnisse aus Dürers Leben für seinen Zyklus aus – der Eintritt in Wolgemuts Werkstatt ist jedoch Inhalt beider Folgen.

Autor*in
Datum
01.09.2025
Referenzen
Kurztitel
Abschnittsangaben
Autor*in des Eintrages
Abschnittsangaben

S. 274, Kat.-Nr. 58 b

Autor*in des Eintrages
Bearbeitung
Erfassung
Datum
01.09.2025