Kaiser Maximilian bei Dürer, 179706

Titel
Kaiser Maximilian bei Dürer
Vorschaubild
Inhaltliche Entstehung
Künstler*in
Rolle
Inventor
Datierung
1829
Ausführung
Rolle
Lithograph
Datierung
1829
Technik
Lithographie
Publikation
Abschnittsangaben
Tafel 5
Bezeichnung
Anbringungsort
oberhalb rechts
Bezeichnungstyp
Nummerierung
Transkription

5.

Technik
gedruckt
Anbringungsort
unten rechts
Bezeichnungstyp
Monogramm
Transkription

SW

Technik
gedruckt
Anbringungsort
unterhalb links
Bezeichnungstyp
Bezeichnung
Transkription

Componirt von Simon Wagner

Technik
gedruckt
Anbringungsort
unterhalb rechts
Bezeichnungstyp
Signatur
Transkription

Lith: von Joh: Williard. 1829.

Technik
gedruckt
Anbringungsort
unterhalb mittig
Bezeichnungstyp
Inschrift
Transkription

Dies ist mein Scepter, ich wünschte nicht daß Ew. Majestaet so künstlich mah=
len koennten wie ich.

Technik
gedruckt
Quelle
nach Roth 1791, S. 36
Anbringungsort
unten mittig
Bezeichnungstyp
Adresse des Verlegers
Transkription

gedr: in der Königl: Steindruckerei in Dresden.

Technik
gedruckt
Rahmung
Beschreibung

gedruckte Einfassungslinien

Kommentar

Nach zeichnerischen Entwürfen Simon Wagners fertigte Johann Williard sieben Federlithographien, die verschiedene Stationen aus dem Leben Albrecht Dürers illustrieren. Mit einem Vorwort von Johann Gottlieb von Quandt erschien die Folge 1829 in Dresden. Die fünfte Szene zeigt eine von Philipp Melanchthon überlieferte Anekdote, die sich zwischen Kaiser Maximilian I. und Dürer abgespielt haben soll. Maximilian soll beim Versuch, etwas zu Zeichnen, die Reißkohle wiederholt abgebrochen sein. Als er Dürer danach befragte, wieso es ihm nicht so wie dem Künstler gelinge, habe dieser geantwortet, dass die Kohle sein Szepter sei und er nicht wünsche, dass der Kaiser so gut malen könne wie er. Die Inschrift unterhalb der Szene zieitert diese Aussage Dürers nach Johann Ferdinand Roths (vgl. Roth 1789, S. 36). In Wagners Darstellung besucht der Kaiser den Künstler in dessen Atelier. Dürer steht neben einer Staffelei und hält die Reißkohle zeigend vor sich. Im Hintergrund befinden sich zahlreiche Maltensilien, Werkzeuge für die Herstellung von Druckgraphik und auch eine verkleinerte Versionen der berühmten Gemälde der Vier Apostel (München, Alte Pinakothek, Inv.-Nrn. 540 und 545). Die druckgraphische Folge der Lebensstationen Dürers entstand wohl als Reaktion auf die Transparente der Nürnberger Dürer-Feier von 1828, geschaffen von einer Gruppe Münchner Künstler um Peter von Cornelius. Wagner wählte zum Teil jedoch andere Geschehnisse aus Dürers Leben für seinen Zyklus aus – so auch der Besuch Kaiser Maximilians I. bei Dürer.

Autor*in
Datum
02.09.2025
Referenzen
Kurztitel
Abschnittsangaben
Autor*in des Eintrages
Abschnittsangaben

S. 276, Kat.-Nr. 58 e

Autor*in des Eintrages
Bearbeitung
Erfassung
Datum
02.09.2025