Tod Dürers, 179789

Titel
Tod Dürers
Vorschaubild
Inhaltliche Entstehung
Künstler*in
Rolle
Inventor
Datierung
1829
Ausführung
Rolle
Lithograph
Datierung
1829
Technik
Lithographie
Methode/ Material
Federlithographie
Publikation
Abschnittsangaben
Tafel 7
Bezeichnung
Anbringungsort
oberhalb rechts
Bezeichnungstyp
Nummerierung
Transkription

7.

Technik
gedruckt
Anbringungsort
unten rechts
Bezeichnungstyp
Monogramm
Transkription

SW

Technik
gedruckt
Anbringungsort
unterhalb links
Bezeichnungstyp
Bezeichnung
Transkription

Componirt von Simon Wagner

Technik
gedruckt
Anbringungsort
unterhalb rechts
Bezeichnungstyp
Signatur
Transkription

Lith. von Joh: Williard 1829.

Technik
gedruckt
Anbringungsort
unterhalb mittig
Bezeichnungstyp
Inschrift
Transkription

Sein boess Weib hat ihn dermass gepeiniget und zu der Arbeit hertig=
lich gedrungen, dass er sich desto schneller von hinnen gemacht.
Schreiben Wilib. Pirckheimers an Joh. Tscherte 1528.

Technik
gedruckt
Anbringungsort
unten mittig
Bezeichnungstyp
Adresse des Verlegers
Transkription

gedr: in der Königl. Steindruckerei in Dresden.

Technik
gedruckt
Rahmung
Beschreibung

gedruckte Einfassungslinien

Kommentar

Nach zeichnerischen Entwürfen Simon Wagners fertigte Johann Williard sieben Federlithographien, die verschiedene Stationen aus dem Leben Albrecht Dürers illustrieren. Mit einem Vorwort von Johann Gottlieb von Quandt erschien die Folge 1829 in Dresden. Die siebte Szene zeigt den kranken Dürer kurz vor seinem Tod. Er hat sich in seinem Bett aufgerichtet und dem von rechts herantretenden Freund Willibald Pirckheimer zugewendet. Im Hintergrund verlässt Dürers Frau Agnes gerade die Kammer und blickt sich mürrisch zu dem Besucher um. In einem Brief an Johann Tschertte gab Pirckheimer Agnes die Schuld an Dürers Tod (vgl. Nürnberg, Stadtbibliothek mit Bildungscampus Nürnberg, Sign. PP 396, fol. 3r). Die Inschrift unterhalb des Bildfelds bezieht sich auf diesen Vorwurf und gibt ihn paraphrasiert wieder. Erstmals veröffentlichte Christoph Gottlieb von Murr 1781 Pirckheimers Zeilen (vgl. Murr 1781 X, S. 36). Größere Verbreitung erfuhren sie insbesondere durch Friedrich Campes 1828 herausgegebene "Reliquien Albrecht Dürers" (vgl. Campe 1828, S. 163), die Wagner für mehrere der den Szenen beigegebenen Inschriften als Vorlage heranzog.
Die druckgraphische Folge der Lebensstationen Dürers entstand wohl als Reaktion auf die Transparente der Nürnberger Dürer-Feier von 1828, geschaffen von einer Gruppe Münchner Künstler um Peter von Cornelius, die sich ebenfalls auf Campes "Reliquien" bezogen hatten (vgl. Ausst.-Kat. Göttingen/ Rom 2025, S. 272). Wagner wählte zum Teil jedoch andere Geschehnisse aus Dürers Leben für seinen Zyklus aus – so unterscheidet sich die Darstellung des sterbenden Künstlers signifikant von ihrem 1828 von Carl Hermann gestalteten Pendant "Albrecht Dürers Tod".

Autor*in
Datum
02.09.2025
Referenzen
Kurztitel
Abschnittsangaben
Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben
Autor*in des Eintrages
Abschnittsangaben

S. 276, Kat.-Nr. 58 g

Autor*in des Eintrages
Bearbeitung
Erfassung
Datum
02.09.2025