Der Künstler kopierte Dürers 1514 gefertigten Kupferstich "Das tanzende Bauernpaar" wesentlich vergrößert von der Originalseite. Dabei übersetzte er den Kupferstich in die Technik der Radierung. Obwohl er zur Rahmung des Figurenpersonals einen Baum und Büsche ergänzte, orientierte er sich ansonsten deutlich an der Vorlage.
Eine Bäuerin und ein Bauer, beide von kräftiger Gestalt, tanzen dynamisch einen Volkstanz, wobei sie den Bildausschnitt nahezu vollständig ausfüllen. Während kein Hinweis auf Dürer als den geistigen Schöpfer der Bildidee integriert ist, findet sich oben rechts das Zeichen Hieronymus Hopfers. Spätere Abzüge tragen unten rechts die Nummer "73" des Nürnberger Verlegers David Funck, der die Platte im 17. Jahrhundert besaß, nummerierte und Abzüge verbreitete. Der Bamberger Sammler Joseph Heller schreibt 1827, dass "die neuen [Abzüge] in der Silbergischen Sammlung" seien (Heller Dürer 1827 II, S. 487, Nr. 913). Gemeint ist die Sammlung des Frankfurter Kunsthändlers Carl Wilhelm Silberberg, der 92 Platten der Künstlerfamilie Hopfer erwarb, reinigen ließ und 1802 in einer limitierten Auflage von 60 Exemplaren erneut unter dem Titel "Opera Hopferiana" herausgab (vgl. Jaeck/Heller 1822, S. 96). Zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung war das Monogramm bereits ausradiert. Ein Exemplar war in Hellers Besitz (vgl. JH.Art.f.47 der Staatsbibliothek Bamberg).
S. 517, Nr. 43