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Die im Vergleich zum Original verkleinerte Kopie entstand nach Dürers Kupferstich "Dudelsackpfeifer" aus dem Jahr 1514, der zu einer Reihe von Volksmotiven aus dem Œuvre des Künstlers zu zählen ist.
Lässig, ein Bein über das andere geschlagen, lehnt der Musizierende an einem Baum. In ein schlichtes Gewand gekleidet, spielt er auf seinem Dudelsack und blickt dabei den Betrachtenden entgegen. Der Künstler verzichtete auf Hintergrundgestaltung und Nebenschauplätze, wodurch der Fokus allein auf der Hauptfigur des Blattes liegt. Während Hinweise auf Dürer als den geistigen Schöpfer der Bildidee fehlen, ist das Zeichen Lambert Hopfers in die Darstellung integriert.
Spätere Abzüge tragen unten rechts die Nummer "222" des Nürnberger Verlegers David Funck, der die Platte im 17. Jahrhundert besaß, nummerierte und Abzüge verbreitete. Der Bamberger Sammler Joseph Heller schrieb dennoch 1827: "Dieses Blatt ist selten." (Heller Dürer 1827 II, S. 486, Nr. 901)
S. 82, Nr. 90 Kopie 1
S. 34, Nr. 26