Selbstbildnis von 1493, https://d-nb.info/gnd/1223122409

Titel
Selbstbildnis von 1493
Abschnittsangaben
S. 124, Nr. 10
Vorschaubild
Zu den Objektdetails
Inhaltliche Entstehung
Rolle
Inventor
Datierung
1493
Ausführung
Rolle
Maler
Datierung
1493
Technik
Malerei
Methode/ Material
auf Pergament auf Leinwand geklebt
Bezeichnung
Anbringungsort
oben mittig
Bezeichnungstyp
Datierung
Inschrift
Transkription

1493 My sach die gat
Als es oben schtat

Technik
handschriftlich
Kommentar

In diesem Selbstbildnis von 1493 hielt Dürer sich im Alter von 22 Jahren fest. Es ist das älteste gemalte Selbstbildnis des Künstlers, der sich in den beiden weiteren berühmten Gemälden von 1498 (Madrid, Museo del Prado, Inv.-Nr. P002179) und 1500 (München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, Inv.-Nr. 537) erneut porträtierte. Im Dreiviertelprofil mit offenem, lockigem Haar, schaut er die Betrachter*innen aus dem Bild heraus an und hält eine Distel in seinen Händen. Sein helles Inkarnat hebt sich dabei deutlich vom gänzlich schwarzen Hintergrund ab. Die Inschrift samt Datierung am oberen Bildrand ist in alemannisch-elsässischem Dialekt verfasst, seit 1492 hielt sich Dürer am Oberrhein auf Wanderschaft auf (vgl. Anzelewsky 1991 I, S. 124).
Die Provenienz des Gemäldes ist vor dem Besitz des Wiener Arztes Franz Habel ungewiss. August Johann Ludolf von Eye und Moritz Thausing meinten das Gemälde im Inventar Willibald Imhoffs zu erkennen, was allerdings nicht verifiziert werden konnte. 
Die Interpretationen des Bildes sind vielfältig. Seit Moritz Thausings Ausführungen wird das Gemälde immer wieder als Verlobungsbild oder Brautwerbungsgabe in Hinblick auf Dürers Hochzeit mit Agnes Frey im Jahr 1494 betitelt, zumal die Distel in der heutigen Zeit als „Eryngium“ allgemein als Liebessymbol gedeutet wird (vgl. Thausing 1884 I, S. 133; Anzelewsky 1991 I, S. 125). Ludwig Grote verwies wiederum auf die typologische Beziehung der Distel zur Passion Christi (vgl. Grote 1956, S. 6). Shira Brisman deutet die Pflanze, auch als Sternkraut bekannt, in Verbindung mit der Inschrift am oberen Bildrand als eine astrologische Assoziation des jungen Dürers (vgl. Brisman 2012). Inschrift und Distel, die damals ebenfalls unter dem Namen „Ellend“ bekannt war, wurden zudem autobiografisch als angebliches Dokument des Heimwehs des jungen Dürers auf seiner Gesellenwanderung angesehen (vgl. Buchner 1953, S. 147).
Eine Kopie des Selbstbildnisses hat sich in Leipzig (Leipzig, Stadtgeschichtliches Museum, Inv.-Nr. 553) erhalten, die bereits Joseph Heller erwähnt (vgl. Heller 1827 I, S. 176) und auch Johann Wolfgang von Goethe 1805 als vermeintliches Original würdigte (vgl. Eser 2011, S. 160). 

Autor*in
Datum
12.11.2025
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S. 14, Nr. 48

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S. 16

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Normdatei
Normdatei
Name
GND
Weitere Namen
Gemeinsame Normdatei
Titel (GND)
Selbstbildnis (Musée du Louvre)
Weitere Titel (GND)
Selbstbildnis mit Distel
Selbstbildnis mit Eryngium
Selbstbildnis von 1493
Bearbeitung
Erfassung
Datum
12.11.2025