Der auf Pergament gezeichnete "Entwurf zu einem sternförmigen Schmuckstück" ist weder datiert noch monogrammiert. Dennoch schlossen fast ausschließlich Tietzes und Erwin Panofsky das Kleinformat aus Dürers Gesamtwerk aus. Während Panofsky die Vermutung äußerte, es könne sich um eine Zeichnung von Dürers Bruder, dem Goldschmied Endres Dürer, handeln (vgl. Panofsky 1948 II, S. 148, Nr. 1584), negierten Tietzes sogar den "übliche[n] Hinweis auf die Bedürfnisse" dessen (vgl. Tietzes 1938 II, S. 116, A 327). Forschende bringen kunsthandwerkliche Entwürfe Dürers noch heute gerne mit dessen Bruder in Verbindung - zumeist als Entwurf des einen, zur Umsetzung des anderen. Heinrich Kohlhaussen argumentierte für die Funktion des Dargestellten als Mittelstück eines Buchbeschlages (vgl. Kohlhaussen 1968, S. 110).
S. 116, A 327
S. 148, Nr. 1584
S. 105, 110
S. 1586, 1515/60