Ein Goldschmied aus Mecheln, https://d-nb.info/gnd/1186983604

Titel
Ein Goldschmied aus Mecheln
Vorschaubild
Inhaltliche Entstehung
Rolle
Inventor
Datierung
1520
Ausführung
Rolle
Zeichner
Datierung
1520
Ort
Antwerpen
Technik
Federzeichnung
Bezeichnung
Anbringungsort
oben mittig
Bezeichnungstyp
Notiz
Transkription

ein goltschmit vom mechell
zw antorff gemacht

Technik
handschriftlich
Anbringungsort
oben rechts
Bezeichnungstyp
Datierung
Monogramm
Transkription

1520
AD

Technik
handschriftlich
Kommentar

Während seiner berühmten Reise in die Niederlande porträtierte Dürer zahlreiche seiner Begegnungen. Seit 1894 ist das Bildnis eines Mannes im Bestand des Berliner Kupferstichkabinetts, das Dürer nicht nur monogrammierte und mit der Jahreszahl "1520", sondern auch mit folgender Notiz versah: "ein goltschmit von mechell zw antorff gemacht". Obwohl die Beschriftungen Auskunft über den Herstellungsort und das -jahr geben, den Beruf und Ort des Dargestellten überliefern, ist eine Identifizierung nicht eindeutig möglich (hierzu Ausst.-Kat. Düsseldorf 1991, S. 102, Kat.-Nr. 39). Da jedoch von Dürers sogenanntem Tagebuch der niederländischen Reise, das im Original verschollen ist, zwei frühneuzeitliche Abschriften überliefert sind, versuchten Forschende immer wieder den Dargestellten in dort genannten Personen zu erkennen.
Seit dem 19. Jahrhundert hält sich die Interpretation des Mannes als Stefano Capello, den er den Tagebuchabschriften zufolge in Antwerpen porträtierte und dies folgendermaßen kommentierte: "Item der Steffan Capello hat mir ein Cederpaumen Paternoster geben, dargegen soll und hab ich ihn Conterfet" (z.B. Bamberg, Staatsbibliothek, JH.Msc.Art.1#1, S. 31). Obwohl das gemeinte Bildnis als ein anderes identifiziert ist und Capello nicht in Mechelen lebte, sahen Forschende ihn auch in dem Berliner Porträt. Den Ortsvermerk bezieht man darauf, dass er in den Diensten von Margarete von Österreich stand, die ihre Hauptresidenz in Mechelen hatte (vgl. Brink 2021, S. 207). Auch Friedrich Winklers Aussage, dass Dürers Notiz eher von einer so flüchtigen Begegnung zeuge, von der er nicht einmal den Namen im Gedächtnis behielt (vgl. Winkler IV, S. 7, Nr. 745), hat noch heute ihre Berechtigung. Darüber hinaus nehmen Forschende an, dass die Federzeichnung ursprünglich zu einem Skizzenbuch gehörte, in dem Dürer während Reise Federzeichnungen festhielt (vgl. Strauss 1974 VI, S. 1920, 1520/9).

Autor*in
Datum
19.11.2025
Referenzen
Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 47

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S. 15, Nr. 773

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S. 110, Nr. 1072

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S. 1920, 1520/9

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S. 210-211, Kat.-Nr. 45

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Kurztitel
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S. 207

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Normdatei
Normdatei
Name
GND
Weitere Namen
Gemeinsame Normdatei
Bearbeitung
Erfassung
Datum
19.11.2025