Eine Brüsseler Dame, https://d-nb.info/gnd/1195661134

Titel
Eine Brüsseler Dame
Anmerkung
nach ALBERTINA online
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Zu den Objektdetails
Inhaltliche Entstehung
Rolle
Inventor
Datierung
1520
Ausführung
Rolle
Zeichner
Datierung
1520
Technik
Federzeichnung
Bezeichnung
Anbringungsort
oben mittig
Bezeichnungstyp
Datierung
Notiz
Monogramm
Transkription

1520
Zw prussell gemacht AD

Technik
handschriftlich
Kommentar

Während seiner berühmten Reise in die Niederlande porträtierte Dürer zahlreiche seiner Begegnungen. Hierzu gehört ein in das Jahr 1520 datiertes Damenporträt mit der Aufschrift "Zw prussell gemacht", das sich im Bestand der Albertina in Wien befindet. Der Künstler zeichnete mit der Feder das Brustbild einer Frau in niederländischer Tracht mitsamt der charakteristischen Haube. Da die Beschriftungen über den Herstellungsort und das -jahr informieren, versuchten sich Forschende an einer Identifizierung der Dargestellten.
Zwar ist Dürers sogenanntes "Tagebuch der niederländischen Reise" im Original verschollen, doch sind zwei frühneuzeitliche Abschriften überliefert, die Ansatzpunkte hierfür liefern. Dank der Abschriften weiß man heute, dass Dürer sich zwischen dem 27. August und 2. September 1520 in Brüssel aufhielt, und dort nur zwei Frauen porträtierte (vgl. auch Flechsig II, S. 210). Die "Brüsseler Dame" aus der Albertina wird vorzugsweise als Berthelmine le Paige, die Ehefrau von Dürers Herbergswirt identifiziert (vgl. Brink 2021, S. 207), da im Tagebuch steht: "Ich hab Maister Conrad zu Prüssel beim licht in der Nacht Conterfet, der mein herr Wirth ist gewesen. Auch hab ich Doctor Lamparters Sohn zu derselben zeit mit dem kohln Conterfet und die Wirthin." (Bamberg, Staatsbibliothek, Sign. JH.Msc.Art.1#1, S. 17, Z. 10).
Dass einige Forschende meinten, die Wiener Zeichnung sei eher bei Tageslicht entstanden, und deshalb die andere Frau hineininterpretierten, die Dürer in Brüssel porträtiert hatte (vgl. Rupprich 1956, S. 184, Fußnote 214), geriet nicht zum Konsens (vgl. Strauss 1974 IV, S. 1928, 1520/13). Interessanterweise ist diese zweite Frau in der Nürnberger Abschrift als "meiner wierthin gefatterin" (S. 34), aber in der spätereren Bamberger Abschrift als "meiner gefatterin wirthin" (S. 19) bezeichnet. 

Autor*in
Datum
20.11.2025
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S. 279

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S. 26, Nr. 564

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S. 12, Nr. 762

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S. 112, Nr. 1112

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S. 372, Nr. 120

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S. 62

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S. 207

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GND
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Gemeinsame Normdatei
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Erfassung
Datum
19.11.2025