Das Gemälde zeigt, wie die drei Könige aus dem Morgenland herbeieilen, um das Jesuskind im Schoße von Maria mit Geschenken zu huldigen. Aufgrund des ungewöhnlichen Querformats wurde die Anbringung der Tafel als Predella eines Altarretabels vermutet. Das Gemälde wurde erstmals 1907 von Daniel Burckhardt erwähnt (vgl. Burckhardt 1907, S. 168). Paul Ganz sah einen engen kompositorischen Zusammenhang des Gemäldes mit den Zeichnungen auf Holzstöcken für eine geplante illustrierte Ausgabe der Terenz-Komödien in Basel und führte das Gemälde daher als Arbeit des Meisters der Terenz-Illustrationen in die Forschung ein (vgl. Ganz 1924, S. 88). Dürers Beiteilung an deren Ausführung wurde ebenfalls vielfach diskutiert. Erst 1971 schrieben Fedja Anzelewsky und Martin Gosebruch das Gemälde unabhängig voneinander Dürer zu (vgl. Anzelewsky 1991 I, S. 121; Gosebruch 1971), doch konnte sich diese Zuschreibung, wie bei vielen potenziell von Dürer ausgeführten Gemälden vor 1500, nicht eindeutig bestätigen. So zeigten etwa Daniel Hess und Oliver Mack anhand der technologischen Untersuchungen des Gemäldes, dass die Bildanlage stark von anderen Werken Dürers abweicht (vgl. Hess/ Mack 2012, S. 192). Heute wird das Gemälde häufig als Arbeit eines Baseler Künstlers geführt.
S. 288, Nr. 380
S. 121, Nr. 6
S. 277, Nr. FW 2
S. 192-193