Also bin ich gestalt
in achcehe Jor altt.
1497
AD
K T A T D T D T S T W T
Einfassungslinien
Die Radierung ist eine gegenseitige Kopie von Wenzel Hollar nach Dürers Gemälde „Bildnis einer jungen Frau mit geflochtenem Haar“ von 1497 (vgl. Berlin, Gemäldegalerie, Inv.-Nr. 77.1). Die Radierung zeigt eine junge, unbekannte Frau in Halbfigur in einem Innenraum, mit Blick in eine weite Landschaft durch das Fenster zu ihrer Linken. In den überschlagenen Händen hält sie Sternkraut und Stabwurz und blickt den Betrachter*innen mit kunstvoll hochgesteckten Haaren direkt entgegen. Auf die Datierung des Urbilds verweist die Jahreszahl auf dem Zettel in der linken oberen Ecke der Radierung. Aufgrund des darunter befindlichen Wappens wurde die Porträtierte häufig als Katharina Fürleger identifiziert, was jedoch revidiert wurde. Die lateinische Inschrift unterhalb der Darstellung gibt das Entstehungsjahr der Radierung 1646 an, als sich das Gemälde in der Sammlung von Thomas Howard (Earl of Arundel), befand. Wenzel Hollar widmet die Radierung in der Inschrift Howards Frau, Alathea Howard (Countess of Arundel), die ebenfalls Kunstsammlerin und -kennerin war. Außerdem gibt die Inschrift Adam Alexius Bierling als Verleger und die Publikation des Blattes in Antwerpen an.
Von der Radierung wurde mit dem "Bildnis einer jungen Frau mit aufgestecktem Haar" ebenfalls eine gegenseitige Kopie eines unbekannten Künstlers angefertigt.
S. 154, Nr. 870