Langhans fec.
Gedruckt bei I. D. Gruson u. Co in Breslau.
ALBRECHT DUERERS HAUS IN NUERNBERG
gedruckte Einfassungslinien
Die Lithographie mit der Ansicht des Albrecht-Dürer-Haus aus nordöstlicher Richtung fertigte Carl Ferdinand Langhans im Jahr 1828 anlässlich des 300. Todestags Dürers. Die Arbeit des Breslauer Künstlers blieb undatiert, taucht allerdings in einem 1829 gedruckten Verzeichnis der in der Cotta'schen Buchhandlung in München zu erwerbenden Bücher und Blätter aus dem Vorjahr auf (vgl. Cotta 1829, S. 192). Als Vorbild diente Langhans eine Radierung Johann Christoph Erhards, die dieser nach einer Zeichnung Johann Adam Kleins anlegte. Langhans variierte lediglich das Figurenpersonal: den Ochsenkarren und die beiden Schulmädchen, die in der Vorlage in der Gasse rechts des Künstlerhauses erscheinen, ersetzte er durch ein Paar mit Kind, Richtung Neutorturm gehend, sowie drei Männer in Tracht des 16. Jahrhunderts. Das Erscheinungsbild des Linken erinnert an Dürers Selbstporträts, besonders an jenes im Allerheiligenbild für Matthäus Landauer (Wien, KHM, Inv.-Nr. 838). Zwei weitere Staffagefiguren platzierte Langhans am Mauervorsprung links im Bild.