Während seiner berühmten Reise in die Niederlande zeichnete Dürer nicht nur zahlreiche seiner Begegnungen, sondern auch Landschaften und Sehenswürdigkeiten. Zu Letzteren gehören zwei auf ein Blatt gezeichnete Rheinburgen, die der Künstler auf seiner Rückreise in der zweiten Julihälfte 1521 festhielt. Forschende nehmen an, dass Dürer ein bereits für Silberstiftzeichnungen präpariertes, später aufgelöstes Buch mit sich führte, um seine Eindrücke spontan hineinzeichnen zu können (vgl. Nesselrath 2021, S. 229). Seine Skizzenbücher sind das visuelle Pendant zum sogenannten Tagebuch der niederländischen Reise, das zwar im Original verschollen, doch durch zwei frühneuzeitliche Abschriften überliefert ist.
Die Silberstiftzeichnung von "Burg Rheinfels und eine andere rheinische Burg" befindet sich seit 1962 als Dauerleihgabe aus der Sammlung Bernhard Hausmann im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.
S. 23, Nr. 856
S. 29, Nr. 837
S. 142, Nr. 1508
S. 234
S. 2100, 1521/59