Bildnis der Elsbeth Tucher, https://d-nb.info/gnd/117818112X

Titel
Bildnis der Elsbeth Tucher
Abschnittsangaben
S. 165, Nr. 63
Vorschaubild
Zu den Objektdetails
Auftrag
Auftraggeber*in
Inhaltliche Entstehung
Rolle
Inventor
Datierung
1499
Ausführung
Rolle
Maler
Datierung
1499
Technik
Malerei
Methode/ Material
auf Lindenholz
Bezeichnung
Anbringungsort
auf dem Haubenband
Bezeichnungstyp
Inschrift
Transkription

MH MNSK

Technik
handschriftlich
Beschreibung
in Majuskeln, ungedeutet
Anbringungsort
auf der Kleiderspange
Bezeichnungstyp
Monogramm
Transkription

NT

Technik
handschriftlich
Beschreibung
für Niklaus Tucher
Kommentar

Dürer porträtiert in diesem Tafelbildnis von 1499 Elsbeth Tucher, geb. Pusch aus der bedeutenden Nürnberger Patrizierfamilie im Alter von 26 Jahren, wie die wohl nachträglich von fremder Hand hinzugefügte Inschrift am oberen rechten Bildrand angibt. Als nach links gewandtes Schulterstück gibt Dürer die Porträtierte in aufwändig gestalteter Kleidung wieder, samt prachtvoller Haube mit besticktem Haubenband, einem reich gefältelten, weißen Hemd samt Goldkette darunter und einem weit ausgeschnittenen, dunklen Kleid, das von einer verzierten Gewandschließe gehalten wird. Dürer platziert sie in einem angeschnittenen Innenraum vor einem Brokatvorhang auf der rechten Seite und einem Fenster, das einen Ausblick in eine hügelige Landschaft bietet, auf der linken Seite. In der Hand am linken unteren Bildrand hält sie einen Goldring mit bunten Schmucksteinen. Ring und Monogramm der Gewandschließe verweisen auf Elsbeths Ehemann Nikolaus Tucher. Auch von ihm fertigte Dürer ein Bildnis an, das ursprünglich mit dem Bildnis seiner Ehefrau ein Diptychon bildete, heute jedoch verschollen ist. Wann die Bildnisse voneinander getrennt wurden, ist nicht bekannt. Eine Miniatur aus dem sogenannten "Großen Tucherbuch" (vgl. Nürnberg, Stadtarchiv, E29/III, 258, fol.76r) könnte ansatzweise Aufschluss über das verschollene Bildnis geben. Anhaltspunkte zur Wirkungsweise des Doppelbildnisses geben die beiden Auftragsbildnisse von Nikolaus‘ Bruder Hans Tucher und seiner Ehefrau Felicitas Tucher, die Dürer ebenfalls 1499 malte (vgl. Weimar, Klassik Stiftung, Inv.-Nr. G 31 und G 32). Das Bildnis der Elsbeth Tucher reiht sich damit in eine Serie von gemalten Auftragsarbeiten der Tucher ein, die die memoria der Nürnberger Patrizierfamilie sichern sollten (vgl. Ausst.-Kat. Nürnberg 2012, S. 346). 

Autor*in
Datum
07.01.2026
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S. 17, Nr. 74

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S. 82

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S. 45

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S. 23

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S. 74

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Anmerkung
zweifelt an der Eigenhändigkeit Dürers d.J.
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S. 68

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S. 228, Nr. 270

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S. 105

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S. 298, Nr. 343

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S. 41

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S. 240, Nr. K17

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S. 87

Autor*in des Eintrages
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S. 98

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Kurztitel
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Gefeierte Person
Normdatei
Normdatei
Name
GND
Weitere Namen
Gemeinsame Normdatei
Titel (GND)
Elsbeth Tucher
Weitere Titel (GND)
Bildnis Elsbeth Tucher
Bildnis der Elsbeth Tucher
Bearbeitung
Erfassung
Datum
07.01.2025