Marx Ulstat und die schöne Jungfrau zu Antwerpen, https://d-nb.info/gnd/1195238428

Titel
Marx Ulstat und die schöne Jungfrau zu Antwerpen
Vorschaubild
Inhaltliche Entstehung
Rolle
Inventor
Datierung
1520/ 1521
Ausführung
Rolle
Zeichner
Datierung
1520/ 1521
Technik
Silberstiftzeichnung
Bezeichnung
Anbringungsort
oben links
Bezeichnungstyp
Bezeichnung
Transkription

marx ulstat den hab Ich awff dr se Conterfet

Technik
handschriftlich
Anbringungsort
oben rechts
Bezeichnungstyp
Bezeichnung
Datierung
Transkription

dy schon jung[fer]
zw antor[ ]
1521

Technik
handschriftlich
Kommentar

Während seiner berühmten Reise in die Niederlande porträtierte Dürer zahlreiche seiner Begegnungen. Hierzu gehören die auf ein Blatt gezeichneten Bildnisse von "Marx Ulstat und der schönen Jungfrau zu Antwerpen". Die Silberstiftzeichnung befindet sich seit 1930 im Bestand des Städel Museums in Frankfurt am Main und wurde erst 1911 von Gustav Pauli in die Dürer-Forschung eingeführt (vgl. Pauli 1911a, S. 5). Dürer ergänzte das Frauenbildnis um die Datierung "1521", bezeichnete beide Dargestellten handschriftlich und notierte Orte. Während Ulstat "auf der See" porträtiert wurde, ist bei der jungen Frau "Antwerpen" angegeben. Wie mehrfach für die Silberstiftzeichnungen belegt, entstanden die beiden Porträts nicht in einem Zug, sondern teilen sich nur ein Blatt des Skizzenbuchs. Dank des sogenannten Tagebuchs der niederländischen Reise, das zwar im Original verschollen, doch durch zwei frühneuzeitliche Abschriften überliefert ist, wissen wir heute, dass Dürer eine Schifffahrt unternahm, um einen gestrandeten Wal zu sehen, von dem er zuvor in Antwerpen gehört hatte. Ulstat war dabei ein Weggefährte (vgl. Ausst.-Kat. Frankfurt am Main 2013, S. 352, Nr. 14.9). Auch das Bildnis der jungen Frau wurde von Forschenden wiederholt mit Nennungen aus dem Tagebuch in Verbindung gebracht. Der Künstler schrieb: "Ich hab des Procurators tochter rein mit dem Stefft Conterfet." sowie "Ich hab dem Gerhart [...] mit dem stefft die schön Jungraw Conterfet." (Z.B. Bamberg, Staatsbibliothek, Sign. JH.Msc.Art.1#1, S. 38, Z. 19-21 und S. 39, Z. 25-27). Die Dargestellte gilt Forschenden in Folge dessen als Tochter eines nicht näher bekannten Prokurators und wird - wie Gerd Unverfehrt verdeutlichte - ohne Beleg - als die Verlobte Gerhard Bombellis interpretiert (vgl. Unverfeht 2007, S. 144).
Von dem Blatt ist auch die Kehrseite verwendet worden. Dort zeichnete Dürer den neuen Chor von St. Gertrudis in Bergen op Zoom, wo er sich in der ersten Dezemberhälfte 1520 zweimal aufhielt. Die Zeichnungen der Vorder- und Rückseite sind in den gängigen Werkverzeichnissen unter jeweils eigener Nummer geführt (vgl. Winkler IV, S. 18, Nr. 772 und 773; Strauss 1974 IV, S. 1968, 1520/33 und S. 1970, 1520/34).

Autor*in
Datum
12.01.2026
Referenzen
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S. 22, Nr. 852

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S. 16, Nr. 780

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Kurztitel
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S. 141, Nr. 1495

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Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 1970, 1520/34

Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 128, 144

Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 214-215

Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 239

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Gefeierte Person
Normdatei
Normdatei
Name
GND
Weitere Namen
Gemeinsame Normdatei
Titel (GND)
Marx Ulstat; die schöne Jungfrau in Antwerpen
Bearbeitung
Erfassung
Datum
12.01.2026