Ab 1827 erschien eine von Joseph Heller verfasste, ursprünglich auf drei Teile angelegte Monographie zu Albrecht Dürer. Zwischen 1827 und 1831 wurde der zweite Band publiziert, ein Werkverzeichnis in drei Abteilungen. Während Heller darin die Werke und das künstlerische Nachleben Dürers gattungsübergreifend zusammenstellte, verharrten sowohl die als erster Band geplante Biographie des Künstlers als auch der dritte Band, der sich dem schriftlichen Nachlass bzw. den schriftlichen Dedikationen widmen sollte, im Vorbereitungsstatus.
Nicht nur zum gedruckten Band, sondern auch zu den ungedruckten Bänden verwahrt die Staatsbibliothek Bamberg Notizen Hellers. Laut Friedrich Leitschuh (Bibliotheksdirektor 1874-1898) mussten die Notizen zur Biographie allerdings "mit vieler Mühe aus den verschiedenen Papierstössen" des Heller'schen Nachlasses zusammengesucht werden (Leitschuh 1887, S. 93, Nr. 286), sodass sie heute nicht als vollständig oder in richtiger Ordnung angesehen werden können (vgl. auch JH.Msc.Art.84).
Anja Grebe interpretierte das "Scheitern" Hellers beim Verfassen einer Biographie damit, dass er sich nicht in der Lage sah, historische Ereignisse und Legendenbildung sauber voneinander zu trennen und damit seinen eigenen Qualitätsanforderungen nicht entsprechen konnte (Grebe 2013, S. 338-339).