zw antorff
Während seiner berühmten niederländischen Reise in den Jahren 1520/ 1521 führte Dürer ein bereits für Silberstiftzeichnungen präpariertes Skizzenbuch mit sich, um Eindrücke spontan festhalten zu können (vgl. Nesselrath 2021, S. 229). Die Blätter des nachträglich aufgelösten Buches verwendete der Künstler zumeist beidseitig. Im vorliegenden Fall findet sich ein "Thronender Bischof und Brustbild eines Mannes mit Pelzmütze" auf der Kehrseite. Die Zeichnungen der Vorder- und Rückseite sind in den gängigen Werkverzeichnissen unter jeweils eigener Nummer geführt (vgl. vgl. Winkler IV, S. 19, Nr. 776 und S. 20, Nr. 777; Strauss 1974 IV, S. 2016, 1521/10 und S. 2018, 1521/11).
Der liegende Hund wurde vom Künstler eigenhändig mit der Notiz "zw antorff" versehen. So überlieferte er selbst den Entstehungsort Antwerpen und dank des sogenannten Tagebuchs der niederländischen Reise, das zwar im Original verschollen, doch durch zwei frühneuzeitliche Abschriften überliefert ist, kann der Entstehungszeitraum eingegrenzt werden.
S. 22, Nr. 802
S. 142, Nr. 1503
S. 2018, 1521/11