Während seiner berühmten Reise in die Niederlande zeichnete Dürer zahlreiche seiner Begegnungen, verschiedene Sehenswürdigkeiten und allerlei für ihn interessante Objekte. Forschende nehmen an, dass er hierfür ein bereits für Silberstiftzeichnungen präpariertes Skizzenbuch mit sich führte, um Eindrücke spontan festhalten zu können (vgl. Nesselrath 2021, S. 229). Oftmals tragen die einzelnen Blätter, die heute diesem nachträglich aufgelösten Büchlein zugerechnet werden, mehrere Zeichnungen ohne inhaltlichen Zusammenhang. So zeichnete der Künstler eine Holztruhe mit Metallbeschlägen und einen sogenannten Feuerhund, mit dem Holz in einem Kamin aufgebockt werden kann, auf die eine Seite des Blattes und auf die Kehrseite einen Tisch, Krüge und skizzenhaft ein Pferd mit Geschirr. Die Zeichnungen der Vorder- und Rückseite sind in den gängigen Werkverzeichnissen unter jeweils eigener Nummer geführt (vgl. Winkler IV, S. 22, Nr. 784 und 785; Strauss 1974 IV, S. 2076, 1521/42 und S. 2078, 1521/43).
Die Zeichnung wurde von Forschenden mit Nennungen im sogenannten Tagebuch der niederländischen Reise in Zusammenhang gebracht (vgl. Unverfehrt 2007, S. 185), das zwar im Original verschollen, doch durch zwei frühneuzeitliche Abschriften überliefert ist. Dürer schreibt darin von einer "truhen", die als Versandkiste genutzt wurde (z.B. Bamberg, Staatsbibliothek, Sign. JH.Msc.Art.1#1, S. 54, Z. 9).
S. 23, Nr. 854
S. 27, Nr. 827
S. 142, Nr. 1504
S. 2078, 1521/43
S. 61