1498
AD
Das macht ich nach meiner gestalt. Ich was sex und zwantzig Jar alt. Albrecht Dürer
Effigies ALBERTE tuæ DVRERE inuente,
Sed non Virtutum, talis in Orbe viget,
Ars si se genium, moresque referre valeret,
Clarior ulla tua non foret effigies.
L. Lancelottus.
ipse Albertus Wenceslaus Hollar Bohemus fecit ex Collectione Arundeliana, A.° 1645. Antverpiæ,
gedruckte Einfassungslinie
1645 radierte Wenzel Hollar die gegenseitige Kopie von Dürers "Selbstbildnis von 1498" (Madrid, Museo del Prado, Inv.-Nr. P002179). Die direkte Vorlage, wohl eine Gemälde-Kopie des Originals, befand sich, wie eine Inschrift unterhalb verrät, in der Sammlung Thomas Howards, Earl of Arundel. Dürer erscheint im Dreiviertelporträt als Halbfigur in einem Innenraum, der den Blick aus dem Fenster zu seiner Rechten in eine Berglandschaft freigibt. Die überschlagenen Hände sind auf eine Brüstung am unteren Bildrand gestützt. Die Inschrift des Originals, dort unterhalb des Fensters platziert, wurde an den unteren Bildrand verlegt und stattdessen durch die Jahreszahl "1498" und das AD-Monogramm ersetzt. Ein vierzeiliges lateinisches Lobgedicht auf den Dargestellten ergänzt die druckgraphische Nachbildung. Hollars Radierung diente als Vorbild für weitere Kopien, etwa das "Bildnis des Albrecht Dürer" eines unbekannten Künstlers, das den Nürnberger Maler als neuen Appelles rühmt.
S. 136, Nr. 100
S. 91, Nr. 20
S. 8, Nr. 693