1520
AD
Die querformatige Federzeichnung der "Kreuztragung" ist seit 1673 im Bestand der Florentiner Dürerzeichnungen nachweisbar und seit 1687 dort inventarisiert (vgl. Metzger 2021, S. 219). Der Künstler zeigt Christus im Zentrum eines Menschenzugs, der Jersusalem verlässt. Er umfasst den Stamm seines Kreuzes und wendet den Blick der heiligen Veronika zu, die in die Knie gesunken ist, um ihm das Schweißtuch zu reichen.
Die unten mittig mit der Jahreszahl "1520" und dem Monogramm versehene Zeichnung wird mit einer Textstelle im sogenannten Tagebuch der niederländischen Reise in Zusammenhang gebracht (vgl. Unverfehrt 2007, S. 169). Das Tagebuch, das zwar im Original verschollen, doch durch zwei frühneuzeitliche Abschriften überliefert ist, nennt " 3 Auffrührung" (z.B. Bamberg, Staatsbibliothek, Sign. JH.Msc.Art.1#1, S. 52, Z.15). Das Motiv der Kreuztragung wurde u.a. auch als "Ausführung Christi" bezeichnet (vgl. Panofsky 1948 II, S. 69, Nr. 579).
S. 21, Nr. 842
S. 17, Nr. 787
S. 1976, 1520/37