1521
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Die querformatige Federzeichnung der "Grabtragung" konnte 1890 mit der Unterstützung der "Stiftung zur Erhaltung von Nürnberger Kunstwerken mit einem Zuschuss der Stadt Nürnberg" (vgl. Inventarband der Kunstsammlungen der Stadt Nürnberg) für 6405 Mark erworben werden.
Der Künstler zeigt einen Zug von Trauernden der sich bildparallel auf die Stufen zur Grabstätte Christi zubewegt. Männer tragen den Leichnam mithilfe eines Tuches. Ihnen folgen die Marien, Johannes und weitere Trauernde.
Die unten links mit der Jahreszahl "1521" und dem Monogramm versehene Zeichnung wird - ebenso wie zwei formatähnliche Kreuztragungen - mit einer Textstelle im sogenannten Tagebuch der niederländischen Reise in Zusammenhang gebracht (vgl. Unverfehrt 2007, S. 169). Das Tagebuch, das zwar im Original verschollen, doch durch zwei frühneuzeitliche Abschriften überliefert ist, nennt "3 Auffrührung" (z.B. Bamberg, Staatsbibliothek, Sign. JH.Msc.Art.1#1, S. 52, Z.15). Während die Identifikation der querformatige Kreuztragungen (vgl. Florenz, Gabinetto Disegno e stampe, Inv.-Nr. 1077 E und 1078 E) wenig Zweifel weckt, da das dargestellt Motiv vormals auch als "Ausführung Christi" bezeichnet wurde, wird die oft wiederholte Verbindung mit der Grabtragung - auch der Florentiner (Inv.-Nr. 1069 E) - hinterfragt (vgl. Ausst.-Kat. Frankfurt am Main 2013, S. 362, Kat.-Nr. 14.15 und 14.16).
S. 25, Nr. 817
S. 2028, 1521/16
S. 132, 136, Nr. 155