Frauenkopf, https://d-nb.info/gnd/1184481237

Titel
Frauenkopf
Alternativer Titel
Kopf der Maria
Vorschaubild
Inhaltliche Entstehung
Rolle
Inventor
Datierung
um 1503
Ausführung
Rolle
Maler
Datierung
um 1503
Technik
Malerei
Methode/ Material
in Tempera auf auf einer Feder- oder Kohlezeichnung auf einer mit Papier verstärkten, feinen Leinwand
Bezeichnung
Anbringungsort
oben rechts
Bezeichnungstyp
Monogramm
Transkription

AD

Technik
handschriftlich
Beschreibung
verblichen
Kommentar

Die undatierte Tüchleinmalerei zeigt im angeschnittenen Bildraum das Brustbild einer Frau vor schwarzem Hintergrund, das aufgrund seines ikonografischen Typus wahrscheinlich als Studie des Kopfes der Maria zu identifizieren ist (vgl. Ausst.-Kat. 2012, S. 357-358). Wie häufig bei weiblichen Dargestellten in Dürers Gesamtwerk, wurde auch für dieses Bildnis teilweise seine Frau Agnes Dürer als Porträtierte vermutet (vgl. Pauli 1915, S. 74). 
Vielfach wurde in der Forschung die Datierung des Bildes diskutiert, die zwischen 1496/ 1497 (vgl. Tietzes 1928 I, S. 38, Nr. 129) und 1520 (vgl. Panofsky 1948 II, S. 20, Nr. 102) variierte. Laut Walter Strauss brachte die Untersuchung mithilfe von Infrarotreflektografie unterhalb des Monogramms die Datierung 1503 oder 1505 zum Vorschein. Dies konnten die kunsttechnologischen Untersuchungen im Rahmen des Forschungsprojektes „Der frühe Dürer“ nicht belegen, dennoch hält Dagmar Hirschfelder die Datierung um 1503 stilkritisch für gerechtfertigt (vgl. Ausst.-Kat. Nürnberg 2012, S. 358), dem sich auch die Forschung seit den 1970er Jahren anschließt. 
Immer wieder wurde die Beziehung zu den ebenfalls in Paris befindlichen Tüchleinmalereien zweier Knabenköpfe (vgl. Paris, BNF, Ausst.-Kat. Barcelona/ Paris 2003, Nr. 7; Nr. 8) angesprochen. Die kunsttechnologischen Untersuchungen zeigten jedoch anhand der Spannungslinien der Gewebe, dass diese nicht Fragmente ein und desselben Leinwandgemäldes sind und aufgrund des stilistischen Vergleichs und der unterschiedlichen Ausführung später als der Marienkopf entstanden sein müssen (vgl. Ausst.-Kat. Nürnberg 2012, S. 358). Auch wurden Gemeinsamkeiten mit der Kohlezeichnung „Kopf der Maria“ von 1503 in Berlin betont (vgl. Berlin, Kupferstichkabinett, Inv.-Nr. KdZ 56), die zudem ein ähnliches, schwach erkennbares Monogramm zeigt (vgl. Ausst.-Kat. Nürnberg 2012, S. 358).

Autor*in
Datum
30.01.2026
Referenzen
Kurztitel
Abschnittsangaben
Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben
Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben
Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben
Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben
Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 20, Nr. 102

Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben
Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 183, Nr. 77

Autor*in des Eintrages
Motive via Iconclass
Normdatei
Normdatei
Name
GND
Weitere Namen
Gemeinsame Normdatei
Titel (GND)
Frauenkopf
Weitere Titel (GND)
Studienkopf einer Frau
Kopf der Maria (Bibliothèque Nationale, Paris)
Bearbeitung
Erfassung
Datum
30.01.2026