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gedruckte Einfassungslinie
Der Künstler radierte eine seitenverkehrte Kopie nach Dürers um 1499 entstandenem Kupferstich "Der heilige Sebastian an der Säule".
Wie in der Vorlage steht der Märtyrer, nur mit einem Lendentuch bekleidet an eine Säule gefesselt, nahezu blattfüllend in der Mitte der Darstellung. Vier Pfeile sind tief in Stirn, Oberkörper und Oberschenkel gebohrt. Der Blick des Heiligen wandert in die Ferne, während seine langen Locken ihm auf die Schultern fallen. Seitlich sind eine karge Landschaft und ein Arkadenbogen angedeutet.
Der Bamberger Sammler Joseph Heller erwähnte in seiner Dürer-Publikation von 1827, dass die frühsten Abzüge oben rechts mit der "Nr. 11" versehen seien und dass es von dieser Kopie auch Gegendrucke gebe (vgl. Heller Dürer 1827 II, S. 457, Nr. 785). Nicht alle erhaltenen Blätter tragen das bei Heller beschriebene "MF"-Monogramm.