Reiche, Maria (1903-1998)

Name (Person)
Reiche, Maria
Lebensdaten (kurz)
1903-1998
GND-Nummer
118852825
Beruf
Archäologin
Mathematikerin
Geschlecht
weiblich
Eintragsstatus
publiziert
11917
Geburtsdaten
Geburtsdatum
1903-05-15
Geburtsort
Sterbedaten
Sterbedatum
1998-06-08
Sterbeort
Ausbildung
Art der Ausbildung
Studium
von
1924
bis
1928
Ort
Hochschule/Schule/Institution
Studienfächer
Mathematik
Physik
Geographie
Abschluss (Ausbildung)
Art des Abschlusses
Staatsexamen
Jahr des Abschlusses
1928
Abschluss-Ort
Hochschule (Abschluss)
Arbeitsverhältnis
Art der Beschäftigung
Hauslehrer/in
von
1932
Ort der Anstellung
Art der Beschäftigung
Restaurator/in
von
1937
Ort der Anstellung
Porträtfoto
Abbildung
Rechteinformation und weitere Details zur Aufnahme
Zu Person und Wirken
Verfasser
Datum
2018-04-19
Biographische Information
Über 40 Jahre lange erforschte die deutsche Mathematikerin Maria Reiche die Geoglyphen der Paracas- und Nazca-Kultur, die in den 1920-er Jahren in der peruanischen Wüste bei Nazca entdeckt worden waren. Reiche, die Mathematik, Physik und Geographie an der Technischen Universität Dresden studiert hatte und ihr Studium mit dem Staatsexamen abschloss, siedelte im Jahr 1932 nach Cuzco/Peru über, um eine Stelle als Hauslehrerin beim Deutschen Konsul anzunehmen – dies laut eigener Aussage aufgrund der sich zuspitzenden politischen Verhältnisse in ihrem Heimatland, denen sie sich nicht fügen wollte. Nach einigen Gelegenheitsjobs arbeitet sie unter anderem im peruanischen Nationalmuseum in Lima und half dort bei der Restaurierung historischer Stoffe. Kurze Zeit darauf hörte sie im Rahmen eines Vortrags von Paul Kosok zum ersten Mal von der Existenz der Geoglyphen von Nazca. Kosok und Reiche bgonnen ab 1941 mit der Vermessung einiger Linien, die Reiche ab 1946 eigenständig fortsetzte. Sie vermaß während ihrer langen Schaffensperiode über 500 Figuren und mehr als 1000 Linien und bediente sich dabei auch der Luftbildarchäologie. Mit ihrer Arbeit legte sie den Grundstein zur Erforschung der Geoglyphen von Nazca, die auf ihre Bemühungen hin im Jahr 1994 zusammen mit den Geoglyphen in Pampas de Jumana in die UNESCO-Liste des Welterbes aufgenommen wurden. Reiches Studien sind untrennbar mit der Entstehung einer vorkolonialen Identität und der Wertschätzung des eigenen kulturellen Erbes des peruanischen Volkes verbunden. Sie erhielt dessen höchste staatliche Auszeichnung (Sonnenorden) sowie die peruanische Staatsbürgerschaft und insgesamt fünf Ehrendoktortitel.
Forschungstätigkeit
Art der Forschungstätigkeit
Vermessung
Konservierung
von
1941
Forschungsmethode
Luftbildarchäologie
Forschungsgegenstand
Geoglyphen
Forschungszeitstellung
Paracas-Kultur (900-200 v. Chr.)
Nazca-Kultur (200 v.-600 n. Chr.)
Ehrung, Auszeichnung
(Art der) Auszeichnung
Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
(Art der) Auszeichnung
Ehrendoktortitel
Jahr (Auszeichnung)
1986
(Art der) Auszeichnung
Ehrendoktortitel
Jahr (Auszeichnung)
1983
(Art der) Auszeichnung
Frau des Jahres
Jahr (Auszeichnung)
1987
(Art der) Auszeichnung
Orden Las Palmas magisteriales el Grade de Amautas
Jahr (Auszeichnung)
1989
(Art der) Auszeichnung
Oden Del Sol Gran Cruz 1821
Jahr (Auszeichnung)
1993
(Art der) Auszeichnung
Verleihung der Staatsbürgerschaft
Jahr (Auszeichnung)
1993
Verhältnis zu
hat/war
Zusammenarbeit
Topographische Beziehung
Weitere Informationen

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