Maria mit Kind (Maria lactans), 101758

Titel
Maria mit Kind (Maria lactans)
Abschnittsangaben
S. 457, Kat.-Nr. 123
Vorschaubild
Inhaltliche Entstehung
Rolle
Inventor
Datierung
1512
Ausmaß
Maria mit Kind (Maria lactans)
Rolle
Inventor
Datierung
1484
Ausmaß
Selbstbildnis als Dreizehnjähriger
Ausführung
Urheber*in
Rolle
Maler
Datierung
um 1600
Technik
Aquarell
Bezeichnung
Anbringungsort
unten rechts im Medaillon
Bezeichnungstyp
Monogramm
Transkription

AD

Technik
handschriftlich
Anbringungsort
unten rechts, unterhalb des Medaillons
Bezeichnungstyp
Datierung
Transkription

1484

Technik
handschriftlich
Kommentar

In der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums in Wien befindet sich eine elegant kolorierte "Maria mit Kind (Maria lactans)". Die als Aquarell mit Deckfarben auf Pergament umgesetzte Miniatur fertigte der Maler Daniel Fröschel maßstabsgetreu nach Dürers 1512 entstandener Kohlezeichnung (vgl. Wien, Albertina, Inv.-Nr. 4848).
In ein bürgerliches Gewand gehüllt, mit Perlendiadem bekrönt, bietet die Muttergottes dem Christuskind die Brust dar. Während sie den Knaben sanft auf ihrem Schoß hält, blickt sie gedankenverloren.
Fröschel arbeitete unter Kaiser Rudolf II., wurde im Jahr 1603 zu dessen Hofmaler ernannt. Der Künstler malte zahlreiche Miniaturen nach Gemälden der Prager Sammlung (vgl. Grebe 2013, S. 209), in der ab 1588 - neben der stillenden Maria - auch das früheste erhaltene Werk Dürers, das "Selbstbildnis als Dreizehnjähriger", gewesen ist. Eine Teilkopie der Silberstiftzeichnung integrierte Fröschel in einem Medaillon unten rechts in die in Trompe-l’œil-Manier gestaltete Rahmung und verwies damit bildhaft auf den geistigen Schöpfer der Bildidee.

Autor*in
Datum
18.09.2023
Referenzen
Abschnittsangaben

S. 18

Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben
Autor*in des Eintrages
Kurztitel
Abschnittsangaben

S. 209

Autor*in des Eintrages
Abschnittsangaben

S. 108

Autor*in des Eintrages
Bearbeitung
Erfassung
Datum
18.09.2023