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Titel
Weihinschrift des M. Montanius Celer für Iuppiter, Minerva, Mars und Victoria
Interne ID
HD050373
EDH
EDCS
TM ID
LUPA
AE
1996, 1181
IIIF Manifest
https://edh.ub.uni-heidelberg.de/iiif/edh/HD050373.manifest.json
Datierung
13.12.194 AD
Inschriftentyp
Inschriftenträger
Trägertyp
Material
Höhe
94
Breite
68
Beschreibung

Der Altar wurde sekundär im Fundament eines spätantiken Gebäudes verwendet und zur Anpassung an mehreren Seiten behauen.

Auffindung
Fundort
Hinter dem Schwalbeneck 5-9
Funddatum
1996
Text

⟦[ I(ovi) O(ptimo) M(aximo) Iuppiter ]⟧ / Iunoni ReginaeIuno M(i) /nervae DoctriciMinerva / MartiMars et VictoriaeVictoria / M(arcus) Montan(ius) CelerM. Montanius Celer (männlich, Soldaten) / missus honestaVeteran / missione ex b (ene)f(iciario) Benefiziarier co (n)s(ularis) Konsul / quod mil(es) Soldat susceperam / v(otum) s(olvi) l(ibens) l(aetus) m(erito) / d(edicata) Id(ibus) Dec(embribus) Imp(eratore) Kaiser Seve/roSeptimius Severus (männlich, Kaiserhaus) et ⟦AlbinoAlbinus (männlich, Kaiserhaus) Caes(are) Thronfolger ⟧ II co (n)s(ulibus) Konsul

Übersetzung

Dem besten und größten Jupiter, der königlichen Juno, der lehrenden Minerva, dem Mars und der Victoria. Marcus Montanius Celer, in Ehren entlassen aus dem Dienst, gewesener konsularischer Beneficiarier. Was ich als Soldat übernommen habe, das Gelübde erfülle ich gern und freudig nach dem Verdienst. (Der Altar) geweiht an den Iden des Dezembers, als der Imperator Severus und der Caesar Clodius Albinus zum zweiten Mal das Konsulat innehatten.

Kommentar

Zur Inschrift: Z. 1: [[I(ovi) O(ptimo) M(aximo)]]; Z. 2/3: Mi/nervae. Z. 4: ET-Ligatur; Z. 7: B und F durch eine Horizontalhaste mittig ligiert, sicilicus über COS; Z. 8: EP-, ER-, AM-Ligaturen; Z. 8: blattförmige hederae als Worttrenner; Z. 9: E klein am Zeilenende. Z. 11 [[Albino Caes(are)]]

Bakker: Die Nennung einer Minverva Doctrix ist einmalig und geht eventuell auf doctores und campidoctores zurück, die im Heer zur Rekruten- und Waffenausbildung eingesetzt wurden. M. Montanius Celer diente womöglich in einer dieser Gruppen, vielleicht als Exerziermeister, in der 3. Italischen Legion. Den Altar stellte er nach seiner Pensionierung aus der Straßenpolizei, den Benefiziariern, auf. Die Rasur des Namens vom Caesar Clodius Albinus, der im Jahr 194 Konsulatskollege des Septimius Severus war, geht auf seinen letztlich erfolglosen Kampf gegen Severus und die darauffolgende damnatio memoriae zurück.

Die stark abgeschlagenen Lettern I O M könnten auf eine anti-heidnische Gesinnung späterer Beobachter hindeuten. Eventuell entweihten Christen den Altar, als sie ihn im späten 4. Jahrhundert für den Bau sekundär verwendeten.

Datierung: Gemäß der Konsulatsangabe datiert sich der Altar auf den 13. Dezember 194 n. Chr.

(EDH, JW)

TEI Datei
https://raw.githubusercontent.com/Romische-Inschriften-Augsburg-RIA/database/main/TEI/HD050373.xml
Standard Text String
Iovi Optimo Maximo Iunoni Reginae Minervae Doctrici Marti et Victoriae Marcus Montanius Celer missus honesta missione ex beneficiario consularis quod miles susceperam votum solvi libens laetus merito dedicata Idibus Decembribus Imperatore Severo et Albino Caesare II consulibus
Bibliographie
Referenzen
AE 1996, 1181. (B)
Referenzen
L. Bakker, AJahrBay 1996, 118. (B) - AE 1996.