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Titel
Grabinschrift des Händlers Victorius Victorianus
Interne ID
HD058604
EDH
EDCS
TM ID
CIL
III 5833
IBR
144
ACE
Datierung
171 AD – 300 AD
Inschriftentyp
Inschriftenträger
Trägertyp
Material
Aktueller Standort
Auffindung
Fundort
Im Klosterbereich von St. Ulrich und Afra
Funddatum
1591
Text

D(is) M(anibus) Di Manes et / perpetuae se/[cu]ritati Victo/[ri]o Victor[i]anoVictorius Victorianus (männlich) / [ne]gotiatori a[r]/[ti]s cretaria[e et](Handels-)Güter / [fla]turariae(Handels-)Güter Händler Si[...] / [...]ca mat[er f(ilio) ---] / [...] vixit an[nos][...] / (iendum) [ c(uravit) ]

Übersetzung

Den Totengöttern und der ewigen Sorgenfreiheit und dem Victorius Victorianus, dem Händler mit Töpferwaren und Kunstschmiedearbeiten, ließ (das Grabmal) errichten Si--- ---, die Mutter ihrem Sohn (?), der ? Jahre lebte.

Kommentar

Die Grabinschrift ist nur handschriftlich überliefert.

IBR: Ab Zeile 3 sind die Anfänge der Textzeilen und ab Zeile 5 die Enden nicht erhalten, in Z. 10 nur ein C.

Der die Berufsbezeichnung des Victorianus ist auffällig, da er zwei Branchen kombiniert. Laut Kuhoff produzierte er wahrscheinlich Tongeschirr und Figuren aus Ton und Metall, die als Votivgaben verwendet wurden. Dietz/Czysz lesen 'turariae' und glauben, dass der Händler mit Weihrauch handelte, der in Häusern, Tempeln und Friedhöfen verbrannt wurde.

Er kam vermutlich aus Raetien oder den benachbarten Gebieten, wie sein gall.-germ. Gentiliz, das in Germania Superior verbreitet war, verrät.

(JW)

TEI Datei
https://raw.githubusercontent.com/Romische-Inschriften-Augsburg-RIA/database/main/TEI/HD058604.xml
Standard Text String
Dis Manibus et perpetuae securitati Victorio Victoriano negotiatori artis cretariae et flaturariae Si ca mater f(ilio) --- vixit annos faciendum curavit
Bibliographie
Referenzen
IBR 144.
Referenzen
CIL III 5833.
Referenzen
W. Kuhoff, Der Handel im römischen Süddeutschland, in: MBAH 3 (1984), S. 93-94.
Referenzen
K. Dietz - W. Czysz, Die Errichtung der Römerherrschaft in Vindelikien, in: Handbuch der bayerischen Geschichte III/2, München 2001, S. 62.